Crosby

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Teil der Serie: 1
Originaltitel: Crosby
Übersetzung: Sandra Martin
Buchtyp: Roman
Veröffentlichung: 07/2026
Preis eBook: 7,99 € (D)
Preis Print: 16,90 € (D)
ISBN eBook: 978-3-86495-863-2
ISBN Print: 978-3-86495-862-5
Inhaltsangabe

Sie will die größten Schwachstellen des Eishockeys aufdecken. Er ist eine Komplikation, mit der sie nicht gerechnet hat. Keiner von beiden ist auf die Funken vorbereitet, die bei jeder Begegnung zwischen ihnen sprühen.

Juno Paxton hat sich einen Namen damit gemacht, gefeierte Institutionen gnadenlos auseinanderzunehmen. Für ihre preisgekrönten Dokumentationen blickt sie hinter glänzende Fassaden – und genau das soll sie nun auch beim neuesten Expansions-Team der Profiliga tun: dem Portland Wildfire Eishockeyteam.

Eine ganze Saison lang soll Juno die Spieler mit der Kamera begleiten und eine „authentische“ Doku drehen. Doch sie glaubt weder an das perfekte Image des Teams noch an den Hype um Eishockeystars. Sie rechnet mit überbezahlten Egos, PR-Show und jeder Menge künstlichem Drama.

Bis sie Crosby Hale begegnet.

Der Goalie der Wildfire ist ruhig, diszipliniert und meidet Kameras wie andere Spieler Strafzeiten. Crosby hat absolut kein Interesse daran, Teil von Junos Film zu werden oder ihr mehr von sich zu zeigen, als unbedingt nötig. Leider sieht die Liga das anders: Ausgerechnet der verschlossene Star-Torwart soll im Mittelpunkt der Doku stehen.

Je öfter Juno und Crosby aneinandergeraten, desto mehr bröckeln ihre Vorurteile. Denn hinter seiner kühlen Fassade steckt ein Mann, der sie mit jeder Begegnung mehr aus dem Konzept bringt. Und während Juno versucht, professionell zu bleiben, wird es immer schwieriger, Herz und Kamera voneinander zu trennen.

Denn manche Geschichten entwickeln plötzlich ein verdammt eigenes Drehbuch … und manche Menschen lassen sich einfach nicht auf Abstand halten.

Mit viel Gefühl und einer emotionalen Slow-Burn-Romance startet Sawyer Bennett ihre neue Serie rund um das Eishockeyteam der Portland Wildfire.

Juno

Evan betritt das neue Flugzeug des Wildfire-Teams und hat die Kamera bereits im Anschlag. Ich höre, wie er nach Luft schnappt. „Heilige Scheiße.“Ich dränge mich an ihm vorbei, um zu sehen, was der Grund für seine Reaktion ist. Mir bleibt der Mund offen stehen.
Die Hauptkabine erstreckt sich vor uns. Sie besteht aus einem einzigen breiten Gang, der zu beiden Seiten von Suiten gesäumt wird.
Keine Sitze – Suiten.
Jede einzelne ist in geschwungenes Leder und gebürstetes Metall gehüllt und abgewinkelt, um maximale Privatsphäre zu gewährleisten. Sanfte, bernsteinfarbene Lichtbänder schimmern an den Rändern, statt grell von der Decke zu strahlen.
Patrick Rowe steht im Gang, mit einem stolzen Ausdruck im Gesicht. „Willkommen an Bord“, sagt er und winkt uns nach vorn. Er hat Evan und mich als Erste eingeladen, damit wir für die Doku eine ausführliche Führung bekommen.
Er legt eine Hand auf einen der Ledersitze, die in demselben Sattelbraun und Schwarz gehalten sind, das sich auch durch den gesamten Trainingskomplex zieht.
„Jede Kabine lässt sich komplett flach stellen“, erklärt Rowe, während Evan um ihn herumgeht und die Linse über die Rundung der Trennwand gleiten lässt. „Daraus wird ein Bett, das selbst für unsere größten Jungs lang genug ist. Die Bedienelemente sind individuell – Licht, Luftstrom, Temperatur. In die Verkleidung ist eine Geräuschdämpfung integriert. Die Spieler können schlafen, ohne beobachtet zu werden.“
Als wir weitergehen, lasse ich die Fingerspitzen über den Rand einer Konsole gleiten. „Was für ein Flugzeug ist das?“
Patricks Lippen umspielt ein Lächeln, als würde ihn die Frage amüsieren. Aber er nimmt sie dennoch ernst. „Eine Boeing 737 BBJ“, antwortet er. „Wir haben sie bis auf das Gerüst entkernt und von Grund auf neu aufgebaut.“
Evan schwenkt die Kamera weit, und das Objektiv erfasst die Reihe der Kapseln hinter uns. „Wie viele Sitze?“, fragt er.
„Fünfzig“, sagt Patrick. „Und jeder einzelne davon ist eine eigene Suite.“
Evan zieht die Augenbrauen nach oben. „Fünfzig Suiten.“
Patrick nickt. „Jeder, der mit uns fliegt, genießt denselben Komfort. Aber es gibt noch andere Plätze, die zu mehr Geselligkeit einladen.“
Evan lässt die Kamera sinken. „Ich war zwar noch nie in einem Flugzeug eines anderen Profiteams, aber ich vermute, dass das hier nicht der Norm entspricht.“
Patrick stößt ein kurzes, amüsiertes Schnauben aus. „Nein, das ist ein wenig übertrieben.“ Er dreht sich um und winkt uns weiter. „Ich zeige Ihnen den Rest.“
Wir durchqueren eine Bordküche, die hochwertiger ausgestattet ist als die Küche in meiner Wohnung, und gelangen in einen Essbereich.
„Mit diesem Flugzeug können wir von Küste zu Küste fliegen, ohne dass die Regeneration darunter leidet“, fügt er hinzu. „Späte Abflüge, frühe Ankünfte, mehrere Städte in einer Woche. Wir bewältigen das alles, ohne von unseren Spielern zu verlangen, ihr körperliches Wohlbefinden für die Logistik zu opfern.“
Sobald die Spieler an Bord sind, werden wir abheben und uns auf den Weg zu einer langen Auswärtsserie entlang der Westküste machen. „Die meisten Leute würden sagen, dass sie mit ihrem Reichtum protzen“, werfe ich ein.
Patrick bleibt stehen und dreht sich zu mir um. Evan hebt sofort die Kamera. „Da haben sie nicht unrecht“, antwortet er mit einem Grinsen. „Aber ich nutze diesen Reichtum, um mich um mein Team zu kümmern, sowohl körperlich als auch mental. Diese Jungs geben auf dem Eis alles. Das Mindeste, was ich tun kann, ist ihnen einen Raum zu bieten, der ihnen etwas zurückgibt.“
Es erstaunt mich, dass Patrick Rowe weder arrogant noch überheblich wirkt. In seiner Art zu sprechen liegt eine tiefe, natürliche Bescheidenheit. Er ist der Typ Mensch, der einem direkt ins Gesicht sagen könnte: „Ich bin der klügste, schönste und perfekteste Mensch der Welt“, und man würde ihn trotzdem für einen ganz normalen Kerl halten.
Es ist wirklich verblüffend, wie er das anstellt.
„Die Lounge ist hier drüben“, sagt er und schiebt zwei schwere Vorhänge beiseite, die den hinteren Kabinenbereich abtrennen.
Wir betreten einen Raum, den ich nur als fliegendes Wohnzimmer beschreiben kann. Statt eines Mittelgangs stehen hier Sofas und Zweisitzer, die in gemütlichen Gruppen angeordnet sind. An einer Handvoll polierter Holztische laden tiefe Kapitänsstühle dazu ein, am Laptop zu arbeiten oder eine Runde Poker zu spielen. Auch hier dominieren edles Leder in Braun- und Schwarztönen und ein dicker, flauschiger Teppich. Auf den Beistelltischen stehen echte Lampen, die den Raum in ein warmes, einladendes Licht tauchen, statt in grelles Neonlicht.
„Und das war die große Führung“, verkündet er und breitet die Arme aus.
„Was ist mit Ihnen? Wo sitzen Sie?“, frage ich.
Vom vorderen Teil des Flugzeugs dringen Stimmen zu uns durch, und Patrick grinst. „Das dürften die Spieler sein.“
Evan dreht sich sofort um, um ihre Reaktionen einzufangen. Patrick und ich folgen ihm mit etwas Abstand, um die Szene zu beobachten.
Als die ersten Spieler die Kabine betreten, verstummen ihre Gespräche mitten im Satz. Die Riemen ihrer Reisetaschen rutschen ihnen von den Schultern. Einer der jüngeren Jungs stößt ein ungläubiges Lachen aus, das durch die Stille hallt.
„Das gibt’s doch nicht“, raunt jemand.
Ein anderer keucht voller Ehrfurcht: „Heilige Scheiße.“
Arch steigt ein und bleibt wie angewurzelt in der Tür stehen. Er lässt den Blick über den Gang, die Kapseln und die Lichtbänder schweifen und nimmt die schiere Breite der Kabine in sich auf. Dann tritt er zwei Schritte vorwärts und bleibt erneut stehen.
„Ist das … ist das für uns?“, fragt er laut und ungefiltert, während Evan alles mit der Kamera einfängt. Arch dreht sich langsam im Kreis. „Denn ich könnte schwören, dass ich nicht im Lotto gewonnen habe.“
Ein kollektives Gelächter geht durch die Kabine – aufrichtig, ungläubig und fast schon ausgelassen.
Die Spieler schwärmen aus wie Kinder, die man an einem Ort losgelassen hat, dem sie noch nicht ganz trauen. Sie lassen die Finger über das Leder gleiten und klopfen gegen Trennwände. Einer rutscht in eine Kabine, drückt einen Knopf und stößt einen kurzen Schrei aus, als der Sitz unter ihm sanft nach hinten gleitet.
„Yo! Das Ding bewegt sich“, ruft er.
Ein anderer lehnt sich halb über die Trennwand auf der gegenüberliegenden Gangseite. „Alter, das ist ein Bett. Das ist ein echtes Bett!“
Als Van Turner mit dem Trainerstab einsteigt, bestaunt auch er erst einmal ungläubig die Kabine. Er ist lang genug in der Liga, um sich nicht so leicht beeindrucken zu lassen, aber selbst ihm entfährt ein leiser Pfiff. Dann nickt er einmal langsam und anerkennend und begegnet Patrick Rowes Blick.
„Na“, sagt er trocken, „dann sind die mageren Zeiten wohl vorbei.“
Rowe schenkt ihm ein flüchtiges, reueloses Lächeln.
Einer der Assistenten steckt den Kopf in die Lounge. „Hier hinten steht ein Tisch“, ruft er ungläubig. „Und Sessel. Echte Sessel!“
„Und eine Espressomaschine“, fügt ein anderer hinzu, der bereits in Richtung Bordküche schlendert. „Ich fliege nie wieder Linie.“
Ein paar der Jüngeren entdecken die Sichtschutzwände, schieben sie testweise vor und zurück und lachen dabei, als würden sie etwas Verbotenes ausprobieren.
„Das ist gefährlich“, verkündet Arch. „Ich verlasse meine Kapsel vielleicht nie wieder.“
Crosby tritt als Nächster ein und blickt auf, nachdem er die Schwelle überschritten hat.
Für einen seltenen, unbewachten Moment lässt er seine Rüstung fallen. Er nimmt die Kabine in sich auf, beäugt die Kapseln, die Lounge, die Beleuchtung. Beim Anblick des schieren Luxus klappt ihm leicht die Kinnlade herunter, bevor er sich wieder fängt.
Er stößt verblüfft den Atem aus und schüttelt den Kopf, als müsse er die Realität neu kalibrieren.
Dann setzt er sich wieder in Bewegung.
Er geht an den anderen Spielern vorbei, direkt auf Patrick Rowe zu, und stellt seine Tasche ab, ohne den Blick von ihm abzuwenden.
Er reicht ihm die Hand. „Danke“, sagt er, und daran ist nichts Einstudiertes. Kein Pathos. Keine Kapitänsstimme. „Das ist … unglaublich.“
„Ihr seid es wert“, antwortet Rowe.
Crosby nickt einmal und wirft mir einen Blick zu. Evan reagiert sofort und schwenkt die Kamera.
„Was denken Sie?“, frage ich Crosby.
Er beäugt kurz die Linse, dann lässt er den Blick noch einmal durch die Kabine schweifen und lacht. „Ich glaube, ich werde auf diesem Trip wie ein verdammtes Baby schlafen.“
Seine Mannschaftskameraden reagieren sofort mit lautem Gelächter. Einige klatschen, während jemand ruft, dass er ihm seine Kapsel klaut, wenn er sich nicht beeilt.
Crosby verzieht die Lippen zu einem zaghaften Lächeln, als hätte er mit seinem Spruch die gewünschte Wirkung erzielt. Evan hält die Einstellung noch für einen Moment, dann senkt er sichtlich zufrieden die Kamera.
Der Lärm um uns herum schwillt an. Spieler sichern sich ihre Plätze, Trainer rufen ihre Schützlinge zusammen, Stimmen überschneiden sich. Crosby hievt seine Tasche wieder auf die Schulter.
Er sieht mich direkt an.
„Ich habe eigentlich darauf gewartet, dass Sie mich für ein Interview in die Enge treiben“, sagt er, ohne mir einen Vorwurf zu machen. „Ich dachte, heute wäre es soweit.“
Ich zucke leicht mit den Schultern. „Ich hatte viel zu tun.“
Er sieht mich erstaunt an. „Tatsächlich?“
„Mm-hm. Neues Flugzeug, neue Dynamik“, erwidere ich und sehe mich demonstrativ um. „Schwer zu ignorieren.“
Das bringt mir ein leises, amüsiertes Schnauben ein.
„Haben Sie während dieser Reise etwas Zeit?“, frage ich mit beiläufigem Tonfall, als wüsste ich die Antwort nicht schon längst. „Nicht zum Filmen. Nur zum Reden.“
Er überlegt kurz – lange genug, dass es aufrichtig wirkt –, dann nickt er. „Ja. Ich werde mir etwas Zeit freischaufeln.“
Mehr als das verspricht er nicht. „Okay. Ich nehme Sie beim Wort.“
Er nickt einmal kurz zur Bestätigung, geht dann den Gang hinunter und sichert sich einen Platz.
Ich beobachte, wie er zu Arch hinübergeht, der sich in der Kapsel auf der gegenüberliegenden Seite eingerichtet hat. Beide lachen ausgelassen wie Kinder an Weihnachten.
Crosby hat seine schützende Fassade komplett abgelegt. Ich könnte Evan bitten, ihn zu filmen, aber ich tue es nicht. Wir haben genügend Material, um diesen Moment angemessen einzufangen, und nun können die Jungs genießen, was ihnen zusteht.

Crosby

Vegas schläft zwar nie wirklich, aber es wird ruhiger, wenn man weiß, wohin man sich wenden muss.
Ich hatte Juno eine Nachricht geschickt. Hotelbar, unten. Falls Sie Lust haben.
Die meisten Jungs sind sofort losgezogen, sobald unser Gepäck auf den Zimmern war, bereit, die Casinos zu stürmen. Arch wollte mich dazu überreden, mit ihm und Boss auszugehen, und ich war fast versucht, sie zu begleiten. Doch dann habe ich beschlossen, dieses Gespräch mit Juno hinter mich zu bringen. Denn, obwohl ich inzwischen eingesehen habe, dass sie eine ziemlich coole Frau ist, möchte ich sie doch von meiner Fährte ablenken, damit ich mich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren kann.
Die Hotelbar liegt weit genug vom Casino entfernt, sodass ich die Spielautomaten kaum wahrnehme, die im Hintergrund wie wild gewordene Windspiele klingeln. Hier drinnen ist die Beleuchtung gedämpft. Die Einrichtung ist in dunklem Holz und Leder gehalten. Es ist genau der richtige Ort für ruhige Gespräche.
Ich suche mir einen Hocker am Tresen und bestelle ein Bier. Ich trinke nicht viel, aber ich habe nichts gegen ein gutes, lokal gebrautes IPA einzuwenden.
Wir sind vor weniger als vier Stunden aus Alaska eingeflogen, nachdem wir die Blizzards mit einem Shutout besiegt haben. Alles lief perfekt. Es war eines dieser Spiele, in denen ich absolut im Flow war und nichts hektisch wirkte. Mein Körper hat reagiert, noch bevor mein Verstand die Situation richtig erfasst hatte.
Morgen Abend treten wir gegen die Vegas Spades an, aber ich werde nicht auf dem Eis stehen. Es ist Zeit für die Trainer, die anderen beiden Torhüter zu bewerten und zu entscheiden, wer den Zuschlag als zweiter Goalie für die Saison bekommt.
Juno betritt die Bar und lässt ihren Blick durch den schummrigen Raum schweifen. Sie trägt ein schwarzes Oberteil, das so tief ausgeschnitten ist, dass es einen Mann durcheinanderbringen kann. Für den Bruchteil einer Sekunde bleibt mein Blick an dem blassen Dekolleté hängen, das sie zur Schau stellt.
Ihr Haar trägt sie heute Abend offen. Es fällt ihr in glänzenden, seidigen Wellen über die Schultern. Bis auf etwas Lipgloss hat sie kaum Make-up aufgetragen. Sie wirkt weniger wie eine Regisseurin, sondern einfach wie eine Frau, die ganz genau weiß, wer sie ist, wenn die Kameras ausgeschaltet sind.
Einen Augenblick später entdeckt Juno mich und steuert auf mich zu. Als sie neben meinem Barhocker stehen bleibt, schenkt sie mir ein aufrichtiges Lächeln. „Danke für die Einladung“, sagt sie. Ihre Stimme klingt warm und völlig ungezwungen. „Ich dachte mir schon, dass Sie die ruhigeren Ecken von Vegas zu schätzen wissen.“
„Da haben Sie recht“, antworte ich und ziehe den Hocker neben mir für sie hervor.
Der Barkeeper kommt herüber und Juno bestellt ein Bier, was mich kaum überrascht. Sie wirkt nicht wie eine Frau, die auf edlen Wein steht, und ist zu beherrscht für harten Alkohol. Wir schweigen, während der Barman es einschenkt und auf einem Untersetzer vor sie stellt. Ich gebe ihm ein Zeichen, ihr Getränk auf meine Rechnung zu setzen.
„Danke für das Bier.“ Sie nimmt einen langen Schluck. „Ich habe Sie seit dem Sieg gestern Abend nicht mehr gesehen. Auf dem Flug hierher bin ich eingeschlafen. Glückwunsch zum Shutout.“
Ich zucke mit den Schultern. „Die Verteidigung hat ihren Job gemacht.“
Sie widerspricht nicht, nickt nur, während sie ihr Glas einmal auf dem Tresen dreht. „Dann sind Sie also bereit zu reden?“
Ich begegne ihrem Blick. Sie starrt mich direkt an und lässt sich nicht beirren. „Sicher, aber sollten wir nicht auf Evan warten?“
Sie schüttelt den Kopf. „Heute Abend sind es nur Sie und ich, Großer. Wir lernen uns erst einmal kennen. Außerdem kann Evan der Verlockung eines Craps-Tisches nicht widerstehen.“
„Dann ist das hier so etwas wie ein Interview vor dem Interview“, stelle ich glucksend fest.
„Nichts so Förmliches. Ich will Ihnen einfach nur helfen, sich zu entspannen. Sie sind schließlich etwas verkrampft, was solche Dinge angeht.“
„Ich bin nicht verkrampft“, korrigiere ich. „Nur vorsichtig. Führen Sie mit jedem ein solches Vor-Interview?“
Sie greift nach ihrem Glas und zwinkert mir zu. „Nur mit den Verkrampften.“
„Mit den Vorsichtigen“, wiederhole ich.
Juno mustert mich, als würde sie überlegen, wie man sich am besten einem scheuen Tier nähert. „Sie reden nicht gern über sich selbst“, stellt sie fest.
„Das ist wohl ziemlich offensichtlich“, erwidere ich gedehnt, während ich mein Bier betrachte, ohne es anzurühren.
Sie nickt und nimmt das hin, ohne gekränkt zu sein.
Dann tut sie etwas Unerwartetes. „Vielleicht hilft es, wenn ich den Anfang mache“, schlägt sie vor. „Ich finde, man muss erst etwas geben, um etwas zu bekommen.“
Ich muss unwillkürlich schmunzeln. „Sie zeigen mir Ihres und ich zeige Ihnen meins?“
Juno grinst. „Es ist ja nicht so, als wären wir neugierige Kinder, die sich hinter dem Schulhaus gegenseitig in die Hose linsen.“
Ein raues Lachen entfährt mir, und ich schüttle amüsiert den Kopf. Aber da sie es schon anbietet, greife ich nach meinem Glas und nehme einen Schluck. „Also schön … legen Sie los.“
Juno dreht ihren Hocker zu mir und stützt den Ellbogen auf den Tresen. „Ich bin in einer religiösen Sekte aufgewachsen“, erzählt sie ruhig. „Eine sehr konservative und extrem kontrollierende Gemeinschaft. Ich wurde dem Hauptpastor versprochen und sollte an meinem vierzehnten Geburtstag mit ihm verheiratet werden.“
Ich verschlucke mich heftig. Schockiert von ihren Worten atme ich das Bier direkt in die Luftröhre ein und erleide einen Hustenanfall, der etwa drei Minuten lang anhält. Erst nachdem Juno mir auf den Rücken geklopft und der Barkeeper mir ein Glas Wasser gebracht hat, bekomme ich meine Atmung wieder in den Griff.
„Sie waren ihm versprochen …?“, presse ich mit heiserer Stimme hervor.
Sie nickt. „Er war zweiundsechzig Jahre alt und hatte bereits vier Frauen.“
„Mein Gott“, stammele ich schockiert. Ich verberge meine Reaktion nicht. Selbst wenn ich es versuchen würde, würde es mir nicht gelingen. „Was ist passiert?“
„In meiner letzten Nacht als Dreizehnjährige bin ich aus der Siedlung geflohen, in der ich mit meinen Eltern gelebt habe. Ich habe es bis in die nächste Stadt und zur Polizeiwache geschafft. Dort habe ich den Beamten meine Geschichte erzählt und sie haben mir geholfen.“
Mir schnürt sich die Kehle zu. „Ihre Eltern waren damit einverstanden …?“
„Ihnen wurde weisgemacht, sie würden ewigen Ruhm erlangen, wenn sie mich ihm überließen“, erklärt sie so sachlich, dass man es kaum glauben kann.
Aber ich zweifle keine Sekunde an ihren Worten. „Was ist mit dem Pastor passiert? Und mit Ihrer Familie?“
„Die Polizei stürmte das Gelände und sammelte alle Kinder ein. Es gab weitläufige Ermittlungen“, sagt sie. „Der Pastor wurde zusammen mit einigen Ältesten wegen Kindesmissbrauchs und sexueller Nötigung verhaftet. Die Kirche brach auseinander. Das war’s.“
Ich mustere sie mit verengten Augen. „Das war’s. So einfach?“
„Nein“, entgegnet sie mit einem sanften Lächeln. „Es war nicht so einfach, aber ich war eine der Glücklichen. Ich bin rechtzeitig geflohen, bevor mir etwas zustoßen konnte. Deshalb bin ich weggelaufen. Denn am nächsten Tag wäre ich vierzehn geworden. Und nach der Hochzeit hätte ich das nicht mehr von mir behaupten können.“
„Unglaublich“, keuche ich und verspüre plötzlich das Bedürfnis nach etwas Stärkerem als Bier. „Und danach? Was ist mit Ihnen passiert?“
„Meinen Eltern wurde das Sorgerecht entzogen, was aber ohnehin keine Rolle spielte. Sie haben mir nie verziehen, dass ich die Kirche zu Fall gebracht habe, also wollten sie mich danach auch gar nicht wiederhaben. Ich kam in eine Pflegefamilie. Das kann übel enden, aber ich hatte großes Glück. Ich landete bei einem wirklich freundlichen, älteren Ehepaar in Ohio. Sie hatten keine eigenen Kinder und liebten es, Pflegekinder aufzunehmen. Sie haben mich zwar nicht adoptiert, aber ich durfte bei ihnen bleiben, bis ich die Highschool abgeschlossen hatte.“
„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“ Meine Gedanken überschlagen sich. Eine Million Fragen rasen durch meinen Kopf, doch ich stelle ihr keine einzige. Stattdessen sage ich: „Sie sind ziemlich beeindruckend.“
Sie lächelt strahlend. „Danke. Sie auch.“
Das Kompliment freut mich, weil ich weiß, dass sie es ernst meint. Ich verlagere mein Gewicht auf dem Barhocker und lasse einmal die Schultern kreisen, in der Hoffnung, dadurch dieses aufkommende Gefühl abzuschütteln.
Doch es funktioniert nicht.
Plötzlich wird mir etwas klar. „Das hier“, sage ich und deute vage zwischen uns hin und her „das tun Sie nicht für jeden.“
Ich weiß nicht, warum ich die Worte laut ausspreche. Vielleicht, weil ich die Antwort aus ihrem Mund hören muss. Vielleicht, weil ich sie insgeheim bereits kenne und ihr noch nicht ganz traue.
„Mit jemandem etwas trinken gehen, um ihn kennenzulernen?“, fragt sie mit einem Augenzwinkern. „Das mache ich ständig.“
Ihr Tonfall ist locker, fast abweisend, aber sie sieht mich direkt an.
Ich verdrehe die Augen, eher aus Reflex als aus Verärgerung. „Nein. Ich meine, dass Sie jemandem von Ihrer Vergangenheit erzählen.“
Sie zuckt nicht mit der Wimper, sondern hebt lediglich ungerührt eine Schulter. „Meine Geschichte ist allgemein bekannt. Ich mache daraus kein Geheimnis. Sie hätten diese Informationen finden können, wenn Sie mich gegoogelt hätten.“
Ich mustere sie eindringlich und suche nach einem Riss in ihrer Fassade, der ihr Bedauern offenbart. Da ist keiner. Nur pure Selbstsicherheit. Gegen meinen Willen durchflutet mich eine Welle des Respekts für sie. „Ja, aber Sie haben sich entschieden, es mir zu erzählen. Heute Abend.“
„Um Vertrauen aufzubauen.“ Juno starrt mich einen langen Moment an. „Sie hassen das Rampenlicht, und ich glaube nicht, dass das an Bescheidenheit liegt. Ich glaube, Sie haben gelernt, dass Sichtbarkeit ihren Preis hat, und deshalb meiden Sie sie wie die Pest.“
Noch bevor ich es verhindern kann, versteife ich mich und all meine Sinne sind in Alarmbereitschaft. Das ist keine beiläufige Beobachtung, sondern eine Diagnose. Und sie ist unangenehm zutreffend.
Mein Puls schnellt in die Höhe. „Da hat jemand seine Hausaufgaben gemacht.“
Juno lächelt nicht. Sie sucht weder nach Ausreden noch entschuldigt sie sich. „Die Social-Media-Kanäle Ihrer Ex-Verlobten haben die Geschichte im Grunde von selbst erzählt“, erklärt sie ruhig. „Ich musste nicht einmal tief graben.“
Da ist es.
Sie hat den Namen nicht ausgesprochen, aber das musste sie auch nicht.
So sehr Juno und der Grund für ihre Anwesenheit mich auch irritierten, stört es mich seltsamerweise nicht, dass sie in meiner Vergangenheit gewühlt hat. Genau wie ihre ist sie öffentlich bekannt, und es gibt nichts zu verbergen.
Im Gegensatz zu ihrer ist meine jedoch vorbei. Ende der Geschichte.
„Das Drama interessiert mich nicht“, fügt sie hinzu. „Das gehört nicht zu meiner Aufgabe. Eigentlich ist es nur Nebengeräusch, und das ist unter meiner Würde.“
Bei den letzten Worten senkt sie die Stimme und ihr Tonfall klingt fast verächtlich. Sie hält meinen Blick unerschütterlich fest und gibt mir den Freiraum, selbst zu entscheiden, ob ich ihr glaube. „Ich verstehe, was Ihnen wichtig ist und warum Sie vorsichtig sind.“
Und genau das ist der Punkt.
Sie bittet mich nicht, ihre Äußerungen zu bestätigen.
Sie bittet mich um gar nichts.
Sie lässt mich einfach wissen, dass sie mich sieht. Und zum ersten Mal seit Beginn dieser Dokumentation fühle ich mich dadurch nicht bloßgestellt.
Vielmehr fühle ich mich … verstanden.
Ich nehme einen Schluck von meinem Bier. „Cherry liebt Aufmerksamkeit“, sage ich nach einem kurzen Augenblick. „Das wusste ich von Anfang an über sie. Ich schätze, wenn man verliebt ist, übersieht man solche Dinge einfach. Aber irgendwann habe ich erkannt, dass ich nicht unter ständiger Beobachtung leben will.“
Die Worte fließen gleichmäßig aus mir heraus und klingen fast wie einstudiert – nicht, weil ich sie geübt habe, sondern weil ich sie in ruhigeren Momenten tausendmal durchdacht habe.
„Es tut mir leid“, sagt sie. Junos Stimme ist sanft, nicht mitleidig. Sie drängt sich nicht mit übertriebenem Mitgefühl in den Raum zwischen uns.
„Es muss Ihnen nicht leidtun“, antworte ich mit einem Achselzucken. „Als ich Schluss gemacht habe, habe ich vor allem Erleichterung empfunden.“
Mir wird erst klar, wie wahr das immer noch ist, als ich es laut ausspreche. Erleichterung – als würde man einen Raum verlassen, der viel zu lange zu hell, zu laut und zu voll war.
„Waren Sie wütend, als es vorbei war?“
Ich hebe den Blick und sehe Juno an. Jetzt interviewt sie mich, ob sie es nun so nennen will oder nicht. Sie tastet das emotionale Terrain ab.
Doch es stört mich nicht, ihr die Geschichte zu erzählen, denn es gibt nichts, wofür ich mich schämen müsste. Vor allem empfinde ich kein Bedauern.
„Nein.“ Ich schüttle den Kopf. „Da war keine Wut. Ich war einfach … fertig damit.“
Das ist der Teil, den die meisten Leute nicht verstehen. Sie erwarten Wut oder Reue. Was sie nicht erwarten, ist diese absolute Gewissheit. Im Gegensatz zu dem Drama, das Cherry scheinbar überallhin verfolgte, war das tatsächliche Ende zwischen uns endgültig. Ganz ohne Spektakel.
„Und jetzt ist sie hier“, wirft Juno ein. „Verheiratet mit Ihrem Mannschaftskameraden.“
Bei den Worten stoße ich ein Schnauben aus. Die Absurdität des Ganzen verblüfft mich hin und wieder immer noch.
„Die Welt ist klein, oder?“, brumme ich und blicke zur verspiegelten Rückwand der Bar, wo die Reflexionen in Gold und Schatten verschwimmen. „Aber Cherry ist nicht mehr mein Problem. Und ich will nicht, dass die Sache zwischen Miller und mir steht.“
Denn dieser Teil ist entscheidend. Das Team geht vor. Der Raum, den wir jeden Tag miteinander teilen, ist wichtiger, als es alte Geschichten jemals sein werden.
Juno schweigt einen Moment. Ich kann förmlich sehen, wie sie die verschiedenen Blickwinkel abwägt, nicht als Filmemacherin, sondern als jemand, der menschliche Nähe und Konsequenzen versteht. „Haben Sie mit ihm gesprochen?“
„Nein, aber ich sollte es wahrscheinlich tun.“
Das Eingeständnis schmerzt, denn ich weiß, dass ich dieses Gespräch vor mir herschiebe.
Juno verlagert ihr Gewicht. „Also, reden wir über angenehmere Dinge. Wo wohnen Sie? Haben Sie eine Bleibe gekauft oder mieten Sie? Sind Sie ein Stadtmensch oder ein Landei?“
Ich bin erleichtert, das Thema Cherry hinter mir zu lassen. „Ich habe ein Haus in Beaverton gekauft, um näher an der Trainingshalle zu sein. Ich bin noch am Auspacken.“
„Wie wäre es, wenn wir unser Einzelinterview bei Ihnen zu Hause führen?“, schlägt sie vor. „So könnten wir dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen gewähren.“
Statt mir vorzugeben, wie das Gespräch ablaufen wird, bittet sie mich um Erlaubnis. Es ist verrückt, aber der Gedanke stört mich nicht so sehr, wie er es noch vor einer Woche getan hätte. Vor sieben Tagen hätte ich es absolut ausgeschlossen, ihr Zutritt zu meiner Privatsphäre zu gewähren. „Wenn Sie vorbeikommen, müssen Sie auch beim Auspacken helfen.“
„Evan ist ein Muskelpaket. Er kann die schweren Sachen tragen, aber Sie müssen für uns kochen.“
„Abgemacht“, sage ich und strecke ihr die Hand entgegen. Sie schlägt ein. Wir lachen beide, und mir fällt augenblicklich auf, wie weich sich ihre Hand in meiner anfühlt.
Juno zieht ihre Hand zurück und greift nach ihrem Bier. Kondenswasser perlt über ihre Finger, als sie es an ihre Lippen führt. Dort verharrt sie einen Moment, als würde sie abwägen, ob sie trinken oder ein anderes Thema anschneiden soll. „Hier ist eine gute Frage, um jemanden besser kennenzulernen: Wer ist Ihr Held?“
Das ist sogar eine verdammt gute Frage, und ich antworte ohne zu zögern: „Meine Schwester Birdie.“
Juno zieht ruckartig die Augenbrauen in die Höhe und betrachtet mich mit unverhohlenem Unglauben. „Wirklich?“
„Wirklich“, antworte ich. „Warum schockiert Sie das?“
Sie zuckt mit der Schulter. „Es ist nur … ich dachte, Sie nennen mir irgendeine Eishockey-Legende. Warum ausgerechnet Ihre Schwester?“
Ich rutsche auf dem Barhocker hin und her. „Sie ist Sättigungstaucherin und …“
„Heilige Scheiße“, platzt es aus Juno heraus. „Das ist aber ein verdammt gefährlicher Job.“
Jetzt bin ich derjenige, der baff ist. Ich blinzle sie an, und mir entweicht ein kurzes Lachen, bevor ich es unterdrücken kann. „Sie wissen, was das ist?“
„Ich weiß über alle möglichen Dinge ein wenig. Dann ist sie also Ihre Heldin wegen ihres Berufs?“
Ich nicke und tippe einmal an den Rand meines Glases, um ein stilles Ausrufezeichen zu setzen. „Sie ist unvorstellbar mutig, beständig, ruhig, und mein größter Fan.“
Es fühlt sich seltsam an, diesen Teil von mir laut auszusprechen – besonders vor jemandem, den ich kaum kenne. Gleichzeitig fühlt es sich aber auch verdammt richtig an. Birdie hat schon immer außerhalb der Schublade existiert, in die mich die Leute stecken wollen. Sie erinnert mich daran, dass es eine größere Welt gibt als Eisbahnen und Kameras.
„Sie klingt wunderbar“, sagt Juno, und ich höre die Aufrichtigkeit in ihrer Stimme.
„Mir fällt gerade ein, dass sie diese Woche zu Besuch kommt“, merke ich an. „Vielleicht sollten wir das Interview also woanders filmen.“
Sofort meldet sich mein Beschützerinstinkt zu Wort, eher aus Gewohnheit als aus Angst. Birdie muss nicht in etwas hineingezogen werden, worum sie nicht gebeten hat.
„Mich stört es nicht, wenn sie da ist, solange es Sie nicht stört“, erwidert Juno ohne Umschweife, vollkommen unaufdringlich und absolut harmlos. Diese Frau hat herausgefunden, wie sie mit mir umgehen muss.
„Wenn Sie peinliche Geschichten hören wollen, wird sie Ihnen gern welche liefern.“
„Da bin ich sofort dabei.“ Sie lacht vergnügt. Und dann, zu meiner Überraschung, steht Juno vom Hocker auf und greift in ihre Tasche, um einen Geldschein herauszufischen. „Ich breche das hier ungern ab, aber ich muss langsam los. Ich danke Ihnen wirklich für das Gespräch.“
„Der Drink geht auf mich“, sage ich und lehne ihr Geld mit einer abwinkenden Geste ab.
„Danke, Crosby. Den nächsten spendiere ich.“
„Gehen Sie etwa schon schlafen?“ Ich weiß nicht genau, warum ich so enttäuscht bin, dass sie sich schon verabschiedet. Doch ich bin es.
„Nicht doch. Das hier ist Vegas, Baby. Ich werde mir jetzt ein bisschen Ärger einhandeln. Kommen Sie mit?“
Ein gefährliches Brennen durchflutet meinen Bauch, denn ich glaube, Juno ist die Sorte Frau, mit der ich mich ziemlich leicht in Schwierigkeiten bringen könnte. Aber mein gesunder Menschenverstand setzt ein. „Nein, danke. Ich werde früh zu Bett gehen.“
„Spielverderber.“ Sie zieht einen Schmollmund, grinst dann aber breit. „Ich werde auf jeden Fall zu Ihren Ehren auf die Craps-Würfel pusten.“
„Wenn Sie gewinnen, gehört die Hälfte mir.“
Sie dreht sich im Gehen um und zwinkert mir über die Schulter zu. „Das, Mr. Hale, kommt gar nicht infrage.“
Ich lache leise, während sie davonzieht. Und ja, mein Blick bleibt an ihrem Hintern hängen, der in dieser Jeans einfach fantastisch aussieht.
Herrgott, ich darf mich da nicht hineinsteigern. Ich greife nach meinem Glas, leere es in einem Zug und gebe dem Barkeeper ein Zeichen, mir die Rechnung zu bringen.

Sawyer Bennett
Seit ihrem Debütroman im Jahr 2013 hat Sawyer Bennett zahlreiche Bücher von New Adult bis Erotic Romance veröffentlicht und es wiederholt auf die Bestsellerlisten der New York Times und USA Today geschafft. Sawyer nutzt ihre Erfahrungen als ehemalige Strafverteidigerin in North Carolina, um mitreißende und sexy Geschichten zu schreiben. [...]
Sawyer Bennett
Seit ihrem Debütroman im Jahr 2013 hat Sawyer Bennett zahlreiche Bücher von New Adult bis Erotic Romance veröffentlicht und es wiederholt auf die Bestsellerlisten der New York Times und USA Today geschafft. Sawyer nutzt ihre Erfahrungen als ehemalige Strafverteidigerin in North Carolina, um mitreißende und sexy Geschichten zu schreiben. [...]

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