Seit ihrem Debütroman im Jahr 2013 hat Sawyer Bennett zahlreiche Bücher von New Adult bis Erotic Romance veröffentlicht und es wiederholt auf die Bestsellerlisten der New York Times und USA Today geschafft.
Sawyer nutzt ihre Erfahrungen als ehemalige Strafverteidigerin in North Carolina, um mitreißende und sexy Geschichten zu schreiben.
Sie mag ihre Helden stark und mit Ecken und Kanten. Wenn sie nicht gerade die Figuren ihrer Romane zum Leben erweckt, ist Sawyer Chauffeurin, Stylistin, Köchin, Putzfrau und die persönliche Assistentin ihres lebhaften Kindes sowie Vollzeitbetreuerin zweier niedlicher, aber ungezogener Hunde. Sie glaubt an das Gute im Menschen, und auch daran, dass ein schlechter Tag durch ein Workout oder ein Stück Kuchen – gerne auch durch beides – besser wird.
Bill Keenan spielte von 2005 bis 2008 Eishockey an der Harvard University und von 2009 bis 2012 als Profi in Europa. Nach seinem MBA-Abschluss an der Columbia Business School arbeitete er zwei Jahre lang im Investmentbanking der Deutschen Bank. Derzeit ist er als COO bei Graydon Carters Unternehmen „Air Mail“ tätig.
New York Vipers-Team
Interview mit Sawyer und Bill
Bill, was hat dich dazu inspiriert, Autor zu werden?
Bill: Mein Weg zum Schreiben begann eigentlich in der Umkleidekabine beim Eishockey. Eishockeyspieler verbringen fast genauso viel Zeit in der Kabine wie auf dem Eis. Das liegt mitunter daran, dass es eine Weile dauert, bis wir unsere komplette Ausrüstung angezogen haben. Die Umkleide ist ein Rückzugsort von der Außenwelt und ein Ort, an dem man wirklich man selbst sein kann. Und wer würde nicht so viel Zeit wie möglich an einem solchen Ort verbringen wollen?
Dadurch entsteht ein Austausch miteinander. Egal, ob man an seinem Platz den Schläger tapet, nach dem Training sich umzieht oder nach einem hart erkämpften Sieg den Moment genießt – wir erzählen einander gerne Geschichten.
Manche davon sind wahr, andere nicht. Aber es geht darum, die Teamkollegen zu unterhalten. Das sorgt für Lacher, und gemeinsames Lachen schafft eine gute Atmosphäre und Teambindung. Genau das ist die Grundlage für Erfolg.
Nach zwanzig Jahren als Eishockeyspieler und viel Zeit in der Umkleide wurde mir bewusst, dass ich durch all diese Erfahrungen zum Geschichtenerzähler geworden bin. Autor zu werden, war für mich eine Möglichkeit, einen großen Teil der Magie zu bewahren, die ich als Spieler gespürt habe. Nur muss ich mir als Autor keine Sorgen darum machen, dass mir die Zähne ausgeschlagen werden.
Bill, wie stellst du sicher, dass spicy Szenen nicht nur heiß, sondern auch emotional bedeutsam sind?
Bill: Das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist, sehr genau darauf zu achten, wann und an welcher Stelle der Handlung diese Szenen stattfinden. Eine Szene kann unglaublich spicy und heiß geschrieben sein, aber wenn sie an der falschen Stelle steht, kann sie wirkungslos oder unpassend erscheinen.
Entscheidend ist nicht immer, die bestmögliche Szene zu schreiben. Viel wichtiger ist, dass die Figuren sie sich durch ihre Entwicklung und die Entwicklung ihrer Beziehung verdient haben.
Bill, welche Szene aus deinem neuen Roman ist deine Lieblingsszene?
Bill: Ich liebe die Eröffnungsszene. Sie beginnt direkt auf dem Eis, und man spürt sofort die Energie des Spiels und die Intensität unseres männlichen Protagonisten. Gleichzeitig werden sowohl seine faszinierenden Eigenschaften als auch die charakterlichen Schwächen deutlich, an denen er arbeiten muss. Vor allem bringt mich diese Szene zurück aufs Eis, und das ist niemals ein schlechter Ort.
Sawyer, wie gehst du mit einer Schreibblockade um, besonders bei spicy Szenen?
Sawyer: Ich hatte das Glück, in dreizehn Jahren als Autorin noch nie eine echte Schreibblockade zu haben. Es kann aber manchmal schwierig sein, spicy Szenen zu schreiben, vor allem, nachdem ich bereits Hunderte davon verfasst habe. Es gibt keinen wirklichen Weg daran vorbei. Manchmal muss ich mich einfach durchbeißen.
Sawyer, was hat dir beim Schreiben dieses Romans am meisten Freude bereitet?
Sawyer: Am meisten Freude hat mir die Zusammenarbeit mit Bill bereitet. Ich hatte zuvor noch nie gemeinsam mit jemand anderem ein Buch geschrieben. Deshalb war es für mich eine neue und sehr erfrischende Erfahrung. Am schönsten waren unsere wöchentlichen Brainstorming-Sessions, in denen wir die Feinheiten der Handlung geplant haben. Wir konnten uns gegenseitig wirklich hervorragend Ideen zuspielen.
Sawyer, was ist dein Lieblingszitat aus „Grizz“?
Sawyer: Es gibt viel zu viele Lieblingszitate, aber dieses hier liebe ich besonders:
„Du bist ein wandelndes Risiko mit unbeherrschtem Temperament und vorschnellem Mundwerk.“
Das sagt Julian Langley, der Besitzer der Vipers, zu Grizz. Ich liebe das Zitat, weil es genau auf den Punkt bringt, wer der Held zu Beginn des Buches ist. Gleichzeitig lässt es erahnen, wie weit sein Weg noch sein wird.

