Leah Docks ist das Pseudonym einer Autorin, die im Jahre 1983 geboren wurde und mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern im schönen Düsseldorf lebt. Sie hat ihr sicheres Angestelltendasein aufgegeben, um sich mit einem eigenen Unternehmen selbst zu verwirklichen. Der Erfolg, die neu gewonnene Freiheit und Motivation haben wohl eine Tür für ihre Kreativität und zurückgestellten Träume geöffnet. Denn irgendwann drängte sich eine Lovestory als Endlosschleife in ihren Kopf. Leah begann zu schreiben und schuf ihren Debütroman „Risky Love“. Seitdem jagt eine weitere Romanidee die andere.
Silver Shift Breakers MC
Detroit Hunters Icehockey Team
Einzelromane
Interviews mit Leah Docks

Mit „Betrayed“ wagt sich die Autorin erstmals in die Welt der MC Romance. Im Mittelpunkt stehen West und Alison und vor allem die Dynamik eines ganz bestimmten Tropes:
„Schon bei meinem letzten Roman habe ich verraten, dass ich Enemies-to-Lovers-Storys liebe. Für mich geht nichts über diese knisternde, sexuelle Spannung, die sich zwischen den Protagonisten aufbaut, während sie sich gegenseitig ‚fertigmachen‘ und sich gegen die Anziehungskraft wehren. Bei Betrayed hat mir dieses Trope besonders viel Spaß gemacht, weil vor allem West ganz stark unter dieser – seiner Meinung nach verbotenen und unerhörten – Anziehungskraft zu Alison gelitten hat.“
Dabei war das Genre zumindest für die Autorin absolutes Neuland, denn Leah Docks ist bei uns besonders für ihre Eishockey Romance Romane bekannt. Trotzdem hat der Ausflug ins Ungewisse sich gelohnt und sie etwas erschaffen lassen, auf das sie sehr stolz ist.
„Betrayed war extrem herausfordernd für mich, weil es für mich ein völlig neues Thema war. Ich habe zwar schon MC Romance gelesen, aber noch nichts in diesem Bereich geschrieben. Mich in diese Welt hineinzuarbeiten und zu vertiefen, die Protagonisten authentisch zu gestalten und die Spannung und Action innerhalb der MC-Welt mit einer Lovestory zu verbinden, hat mich teilweise schon an meine Grenzen gebracht. Doch ich habe es tatsächlich geschafft und bin auf das Ergebnis wirklich stolz.“
Wer angenommen hat, dass das neue Genre, die einzige Herausforderung gewesen ist, der irrt sich, denn auch Schreibblockaden blieben nicht aus und auch die Logik durfte nicht zu kurz kommen.
„Beim Schreiben von Betrayed hatte ich mit einigen Schreibblockaden zu kämpfen, vor allem bei kniffligen Momenten, wie z.B. wie und in welche Falle der Feind gelockt werden soll. Ich habe dann versucht, von allen möglichen Seiten und Perspektiven das Problem anzugehen, bis es dann Klick gemacht hat und ich weiterschreiben konnte. Aber besonders zum Verzweifeln gebracht hat mich, die Falle, die West für Alison gestellt hat. Diese Szene schlüssig und nachvollziehbar zu gestalten, hat mir wirklich einige schlaflose Nächte bereitet. Und dass Alison diese bittere Pille schlucken musste, war echt hart.“
Wir können also sehen, dass Leah Docks sehr genaue Vorstellungen von ihrem Roman, den Protagonisten und der Handlung hat, gleichzeitig musste sie erkennen, dass das geplante Ende im Laufe des Schreibprozesses plötzlich eigene Abschweifungen nehmen wollte.
„Ich hatte eine grobe Vorstellung von dem Ende und dem Weg dahin. Doch im Laufe des Schreibens hat sich so viel verändert und in völlig andere Richtungen entwickelt, dass ich froh bin, mich nicht starr an den ursprünglichen Gedanken geklammert zu haben, sondern einfach dem ‚Flow‘ gefolgt zu sein. Denn nur so konnte Betrayed zu einer richtig tollen und spannenden Geschichte heranwachsen.“
Nach so vielen Informationen zum Hintergrund des Romans, sind wir neugierig, ob Leah Docks besondere Highlights im Roman hat und gibt einen kleinen Teaser, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet:
„Lieblingsszenen habe ich mehrere: Der Wendepunkt bei West, die Reise nach Las Vegas und der Showdown.“
Trotzdem hat sie Gnade mit uns und äußert zumindest etwas zu dem Thema Realität und Romantisierung innerhalb bzw. außerhalb von Romanen. Aber wie kann es anders sein, sie teasert auch hier etwas an, was wir erst erfahren, wenn wir den Roman zur Hand nehmen und uns in die Welt der Silver Shift Breakers entführen lassen.
„Was sich für die Figuren romantisch anfühlt, im echten Leben aber ein totales Desaster wäre? Das wäre eindeutig die Hinfahrt nach und Rückfahrt aus Las Vegas. Mehr verrate ich nicht. Macht euch selbst ein Bild davon.“
Leah Docks hat auf jeden Fall große Pläne mit dem Silver Shift Breakers MC. Während des Schreibens ist er ihr ans Herz gewachsen, sodass sie sich gar nicht entscheiden kann, wer ihre Lieblingsfigur ist, aber sehr gespannt darauf ist, wie sich diese Protagonisten im Laufe der Reihe entwickeln werden. Wir dürfen uns also hoffentlich noch auf viele weitere heiße Biker freuen.

Einen richtigen Schreiballtag gibt es bei mir nicht. Ich schreibe nicht nach Plan, nach Zeitvorgaben oder irgendwelchen gesetzten Limits. Denn Schreiben hat für mich mit Inspiration zu tun. Sobald ich anfange daraus einen „Job“ zu machen, mir vornehme in einem bestimmten Zeitraum zu schreiben oder mir Mindestziele z.B. für Anzahl der Wörter pro Tag o.ä. zu setzen, rutsche ich in Schreibblockaden. Ich schreibe daher, wenn ich Lust darauf habe, oder spüre, dass mein Kopf sonst platzt, wenn ich die Gedanken nicht in Sätze und Kapitel verpacke.
Ich lese gerne Enemies to Lovers-Storys. Die sexuelle Spannung, die sich zwischen den Protagonisten aufbaut, während sie sich gegenseitig „fertig machen“ und sich gegen die Anziehungskraft wehren, macht das Lesen zu einer Achterbahnfahrt und deshalb auch besonders interessant. Genau aus diesem Grund ist mein neuer Roman „Lost in life“ mein ganz persönlicher Favorit.
Spicy Szenen in meinen Büchern gehören immer zu der Story dazu. Ich achte darauf, dass sie zum Verlauf der Geschichte beitragen und nicht einfach nur ein „nice-to-have“ sind. Mir ist es wichtig, dabei nicht nur den reinen Akt zu beschreiben, sondern viel an Gefühlen und Empfindungen der Protagonisten hineinfließen zu lassen.
Ja, wie die Story ausgeht, wusste ich schon von Anfang an. Ich kann erst schreiben, sobald eine Geschichte den kompletten Durchlauf in mehreren Schleifen in meinem Kopf gemacht hat. Während des Schreibprozesses entwickeln sich zwar Szenen oder Momente, die vorher nicht auf dem Plan standen oder an die ich nicht gedacht habe, aber das Ende des Romans ist einfach ein festes Ziel, auf das ich hinschreibe.
In „Lost in life“ ist Daniel Blake meine Lieblingsfigur. Mir gefällt seine Art, die einerseits düster und gefährlich wirkt, gleichzeitig aber einen gewissen Grad an Sicherheit und Zuverlässigkeit ausstrahlt. Ich liebe es, wie Dan damit umgeht, als er merkt, dass Mia anfängt ihm unter die Haut zu gehen.
Das wäre nicht nur eine Figur aus diesem Roman, sondern aus der ganzen Detroit Hunters Icehockey Team-Reihe, und zwar: Nick Harvey. Nick verkörpert einfach alle Eigenschaften, die für mich einen echten Freund ausmachen.
Seit ich angefangen habe, meinen Debütroman „Risky Love“ zu schreiben, strömen die Ideen unaufhaltsam auf mich ein. Das Verrückte daran ist, dass es völlig verschiedene Themen sind. Manchmal reicht ein einfacher Moment aus dem Alltag, ein Traum, eine Erinnerung und ich befinde mich plötzlich in einer Szene, die sich nach und nach zu einer Story entwickelt.
„Hurting Love“ ist tatsächlich aus dem banalen Gedanken „wenn ich auf einem Klassentreffen wäre …“ entstanden.
Ich mag dramatische und herzzerreißende Schicksale in Büchern oder in Filmen. Deswegen darf Drama auch in meinen Büchern nicht fehlen.
Ich habe zwar keine dramatische Vergangenheit mit schlimmen Schicksalsschlägen, aber die Figur Adriana Vance hat mit mir tatsächlich einige (kleine) Parallelen. Ich bin auch auf dem Land bzw. in einer ländlichen Gegend groß geworden und bin später in eine Großstadt gezogen. Ich habe mir aus eigener Kraft ein eigenes Unternehmen aufgebaut. Und irgendwie haben wir doch alle einen früheren Mitschüler, den wir in der Schulzeit ganz „toll“ fanden. 😉
Im Vergleich zu „Risky Love“ musste ich für „Hurting Love“ eher wenig recherchieren. Hauptsächlich Örtlichkeiten für das Setting. Hier lag auch die größte Herausforderung, denn ich brauchte eine bedeutende Großstadt in den USA, nicht weit von ländlichen Gegenden, in denen auch aktiv Landwirtschaft betrieben wird. Es musste nämlich unbedingt eine Kuh her. 😉 Am interessantesten fand ich jedoch die Recherche für Adrianas Auto. Ich wollte ein besonderes Luxusauto, das aber nicht jeder „Reiche“ hat.
Ich liebe es herzzerreißende Szenen zu schreiben, denn so etwas lese ich auch selbst unheimlich gerne. Ich möchte bei einem Buch (mit)weinen und (mit)leiden können. 😉 Gleichzeitig sind solche Szenen für mich auch die größte Herausforderung, weil Gefühle nicht nur in Worte zu fassen, sondern diese auch spürbar rüberzubringen, ist nicht gerade einfach.
Eine besondere Herausforderung sind für mich auch die Sex-Szenen. 😉 Die hebe ich mir immer bis ganz zum Schluss auf. Erst wenn das Manuskript fertig ist, werden die Sex-Szenen ausgeschrieben. Das mache ich deshalb, weil ich mich komplett darauf fokussieren muss und dabei keine ablenkenden Gedanken wie „Wie geht es dann weiter?“ gebrauchen kann.
Bei „Risky Love“ hat es unheimlich lange gedauert, bis ich mich auf ein Setting festgelegt habe. Das Land musste zur Story und den Problemen (Gleichstellung der Frauen, Bedeutung des Militärs, Kriminalität usw.) passen, sollte aber auch gleichzeitig nicht zu exotisch sein. Erst als ich mich mit Südafrika und der Geschichte des Landes beschäftigt habe, habe ich festgestellt, wie gut alles zu „Risky Love“ gepasst hat. Ich selbst war noch nie dort, würde es aber gerne ändern.
In USA war ich hingegen schon öfter (New York, Miami, Chicago, L.A., San Francisco, Hawaii) und würde auch immer wieder dort hinreisen wollen. Dieses Land packt mich einfach jedes Mal aufs Neue. „Hurting Love“ in den USA spielen zu lassen, hat sich für mich daher irgendwie echter und richtiger angefühlt.

