Autorin

Emma Snow

Die gebürtige Berlinerin hat ihre Heimat mittlerweile in Hessen gefunden, wo sie tagsüber in Frankfurt am Main ihren beruflichen Alltag im Büro verbringt.

Nach Feierabend tauscht sie die Stadt jedoch gegen das Grün des Odenwaldes und zieht sich in ihr gemütliches Heim zurück, wo sie mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt. Die Pendelzeiten und jede freie Minute nutzt sie für ihre große Leidenschaft, das Schreiben.

Nach einer kleinen kreativen Pause – oder besser gesagt „Mamas Hirnmatsch-Jahren“ – hat sie ihre kreative Energie zurückgewonnen und arbeitet jetzt wieder voller Leidenschaft an ihren Buchprojekten. In Gedanken haben bereits unzählige Geschichten Gestalt angenommen und warten nur darauf, zu Papier gebracht zu werden.


Devil`s Wheels MC


Sexy Secrets

Interview zum Roman
„Hard to Resistt“

Gibt es Tabus oder Grenzen, die Du Dir beim Schreiben setzt?

Bewusst gesetzte Tabus habe ich tatsächlich nicht. Meine Geschichten waren bisher eher auf der sanfteren, emotionalen Seite angesiedelt. Viel Gefühl, viel Entwicklung, weniger Abgrund.
 Mit meiner MC-Serie taste ich mich aber Schritt für Schritt in dunklere Gefilde vor. Schließlich reden wir von Bikern, Loyalität, Gewaltpotenzial und Menschen mit (dunkler) Vergangenheit, die ich eher ungern in rosarote Watte packen möchte.
Es ist für mich ein spannender Balanceakt: Wie weit gehe ich? Wie viel Dunkelheit verträgt die Geschichte – und ich selbst? Ich merke, dass ich mit jedem Buch mutiger werde und mich traue, auch unbequemere Themen anzuschneiden.
Korrigiert mich gerne, wenn ihr mehr Dark wollt. 😉

Was war Deine größte Herausforderung während des Schreibens an Deinem neuen Roman?

Ganz klar: das richtige Gleichgewicht zwischen intensiver Liebesgeschichte und der Aufarbeitung von Traumata zu finden.
Ein Trauma ist kein Detail, das man kurz erwähnt und dann abhakt – es bleibt und beeinflusst die gesamte Geschichte. Solche Themen prägen Figuren, sie verändern Dynamiken und sie beeinflussen jede Entscheidung.
Die Herausforderung lag darin, den Schmerz ernst zu nehmen, ohne die Geschichte erdrückend schwer zu machen. Ich wollte keine „Heilung per Kuss“-Romantik, aber auch kein endloses Leiden.
Ich hoffe sehr, dass unsere LeserInnen spüren, dass ich sensibel mit dem Thema umgegangen bin – und trotzdem Raum für Hoffnung, Leidenschaft und Entwicklung gelassen habe.

Wie schaffst Du es, dass spicy Szenen nicht nur heiß, sondern auch emotional bedeutsam wirken?

Körperliche Nähe ist in meinen Geschichten fast immer ein Spiegel der Beziehung.
Wer hat die Kontrolle? Wer gibt sie ab? Wer vertraut? Wer zögert?
 Oft ist eine intime Szene der Moment, in dem eine Figur etwas zulässt, was sie zuvor abgewehrt hat. Oder in dem unausgesprochene Gefühle plötzlich unausweichlich werden. Die Hitze entsteht nicht nur durch Berührung, sondern durch all das, was zwischen den Figuren unausgesprochen mitschwingt. Wenn LeserInnen nach einer spicy Szene das Gefühl haben, die Figuren besser zu verstehen, dann habe ich mein Ziel erreicht.

Welche ist Deine Lieblingsszene in Deinem neuen Roman?

Meine Lieblingsszene ist immer die, in der eine Figur etwas tut, womit ich selbst nicht gerechnet habe.
In Band zwei ist das die Szene, in der Hunter Elizabeth zum ersten Mal mit ins Clubhaus nimmt. Hunter erlebt hier einen Moment, in dem er einfach nur ehrlich ist, was seine Gefühle angeht – gegenüber seinen Brüdern und sich selbst. Und Elizabeth erfährt einen Augenblick, in dem sie ihre Stärke zeigt, ohne sich zu verstecken. Nicht jeder legt sich direkt mit dem Enforcer des Clubs an und bedroht seine Männlichkeit mit einem Skalpell. 😀 Beim Schreiben dieser Szene hatte ich auf jeden Fall einen Heidenspaß.

Interview zum Roman
„Hard to Forget“

Wie sieht ein typischer Schreiballtag bei Dir aus? Gibt es eine feste Routine?

Mein Schreiballtag ist eine Mischung aus Chaos und Effizienz – klingt widersprüchlich, aber irgendwo zwischen zwei Jobs, Haushalt und zwei Kindern (eher drei, wenn man das meiner Schwiegermutter mitzählt), nutze ich jede freie Minute zum Schreiben. Abends im Bett läuft oft schon die nächste Szene in meinem Kopf ab, manchmal träume ich sogar davon – und am nächsten Tag landet dann doch wieder etwas ganz anderes auf dem Papier. Aber genau das liebe ich daran: Schreiben ist für mich mein Ausgleich zum Alltag – Momente, in denen ich die Gedanken einfach mal frei sein lassen kann.

Wie gehst Du beim Schreiben vor? Schreibst Du eher chronologisch oder schreibst Du die Szenen in der Reihenfolge, wie sie dir einfallen? Oder hast Du eine ganz andere Vorgehensweise?

Hatte ich das Wort „Chaos“ schon erwähnt? Ich würde gern behaupten, das sei vorbei – aber so ganz stimmt das nicht. Ich arbeite inzwischen zwar mit einem deutlich strukturierteren Konzept: Ich plotte den Roman komplett durch, schreibe kurze Inhaltsangaben zu jedem Kapitel und versuche, mich dann Szene für Szene am roten Faden entlangzuhangeln.
Trotzdem funkt mir meine überschwängliche Kreativität regelmäßig dazwischen. Mein Kopf steht selten still – deswegen habe ich eine App auf all meinen Geräten verknüpft. Da landet alles sofort: neue Dialoge oder Ideen für neue Szenen. Wenn ich dann endlich an der entsprechenden Stelle im Manuskript ankomme, wartet meistens ein ganzes Sammelsurium an Notizen auf mich, das sortiert und gebändigt werden will.
Das kann dauern – und ja, manchmal tut es auch richtig weh, wenn ich etwas streichen muss. Aber genau das macht das Schreiben für mich so besonders.

Wer ist Deine Lieblingsfigur in Deinem Roman – und warum?

Ich habe eine Schwäche für diese scheinbar „harten“ Männer, die dann doch eine verspielte, humorvolle Seite zeigen – ganz natürlich, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Und Sarkasmus? Den spreche ich fließend, deshalb verstehe ich diese Art von Humor besonders gut. Riley und Finn sind mir dadurch richtig ans Herz gewachsen.
Und kleiner Spoiler-Alarm: Wer wird wohl der Held im nächsten Roman sein? Richtig, unser Goldlöckchen! Ich bin selbst gespannt, ob er unseren Erwartungen gerecht wird – meinen natürlich genauso wie Euren.

Gibt es eine Szene in Deinem Roman, die sich für die Figuren romantisch anfühlt, aber im echten Leben ein totales Desaster wäre?

Oh ja, dieses ständige Hin und Her, wenn Männer einfach nicht in die Gänge kommen – das kenne ich nur zu gut aus dem echten Leben. Es ist nervenaufreibend! In meinen Romanen läuft es am Ende meistens auf ein Happy End hinaus – und zum Glück war das privat bei mir auch so. Aber ich neige dazu, in meinen Geschichten manchmal ordentlich zu übertreiben. Man möchte die ProtagonistInnen zwischendurch am liebsten schütteln und zur Vernunft bringen. Aber ganz ehrlich: Wenn sie sich sofort vernünftig verhalten würden, wäre die Geschichte doch viel zu schnell vorbei, oder? 😉

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