Hot Surrender

Erschienen: 04/2014

Genre: Soft-SM / BDSM
Zusätzlich: Dominanz & Unterwerfung
Seitenanzahl: 72


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-117-6
ebook: 978-3-86495-118-3

Preis:
Print: 5,90 €[D]
ebook: 2,49 €[D]

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Hot Surrender


Inhaltsangabe

Wenn es jemanden gibt, den die kühle Anwältin Eve Morgan nicht ausstehen kann, dann ist es ihr selbstsicherer Kollege Mike Sanders. Nicht nur, dass sie beide um die Partnerschaft in der Kanzlei buhlen, Mike scheint es dazu auch noch das größte Vergnügen zu bereiten, die konservative Eve aus der Reserve zu locken. Heimlich fühlt sie sich von Mikes düsterer Dominanz angezogen.
Als Mike Eve vor die größte Herausforderung ihres Lebens stellt, ist nichts mehr so wie es war. Wehrlos erliegt sie der dunklen Lust in seinen Augen und lässt sich in eine Welt jenseits ihrer Vorstellungskraft entführen ...

Über die Autorin

Die Autorin wurde 1977 in einer schwäbischen Kleinstadt geboren und lebt heute glücklich mit Mann und Kind in einem idyllischen Dörfchen nahe der Donau. Lange Jahre arbeitete sie als Erstkraft in der Parfümerie einer Einzelhandelskette. Ein Beruf, den sie für...

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Leseprobe

Nach ein paar Metern bog sie nach links ab und blieb abrupt stehen, als sie Mike vor dem Lift stehen sah. Ihr Atem entwich mit einem leisen Zischen. Was machte er denn noch hier? Er blieb nie länger, das hatte er nicht nötig, denn alles, was er wissen musste, hatte er in seinem Kopf. Mike musste sich nicht stundenlang mit Plädoyers herumschlagen oder mit aufwendig aufgearbeiteten Berichten der Beweismittelaufnahme. Er hatte sogar sämtliche Zeugenaussagen mit all ihren Tücken und Fallstricken im Kopf, was den berechtigten Verdacht in ihr weckte, dass Mike so was wie ein fotografisches Gedächtnis besitzen musste. Bewundernswert...

...… und frustrierend. Im Fabelland wäre er wohl die musizierende Grille, die fröhlich in den Tag hineinlebte, während sie als emsige Ameise ihr Dasein fristete.
So war sie also, gelinde gesagt, mehr als erstaunt, ihn zu so später Stunde in den Räumlichkeiten der Kanzlei vorzufinden, und überlegte kurz, ob sie noch warten sollte, bis er weg war, ehe sie nach Hause ging. Dann tippte sie sich an die Stirn und zeigte sich selbst den Vogel. Eve Morgan lief nicht vor einem Kerl davon. Beinahe lässig legte sie die letzten Meter zurück und stellte sich direkt neben ihn. Schulter an Schulter standen sie da, sie strich sich mit einer flüssigen Handbewegung das lange blonde Haar zurück und schenkte ihm keinerlei Beachtung. Mike war da weit weniger unterkühlt, wandte träge grinsend den Kopf zu ihr um und musterte sie eingehend.
„Ich glaube, ich träume. Die fleißige Miss Morgan verlässt vor Mitternacht das Büro“, spottete er und fügte noch frech hinzu: „Für einen bekennenden Workaholic bist du ganz schön früh dran. Hat dich die Motivation verlassen, oder ist es die Aussicht, den Fahrstuhl mit mir zu teilen, die dich von deinem Schreibtisch weggelockt hat?“
Obwohl es äußerst unklug war, ließ sie sich von ihm provozieren.
„Meine Motivation geht dich einen Scheißdreck an, Sanders, und hätte ich gewusst, dass ich dich hier treffe, hätte ich sicher noch eine Stunde drangehängt.“
Sanders griff sich in einer theatralischen Geste an seinen Brustkorb.
„Autsch, das war ein Schuss mitten ins Herz.“
Sie kräuselte mürrisch die Lippen und hob eine ihrer feinen Augenbrauen, bis sich die Haut über ihren Wangenknochen spannte.
„Oh bitte … Erspar mir doch dieses klischeehafte Gestammel“, antwortete sie gereizt und schmälerte ihre Augen, bis sein freches Grinsen gestochen scharf mit ihren Pupillen kollidierte. „Mach dich lieber nützlich und drück noch einmal auf den Fahrstuhlknopf. Sonst stehen wir hier bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.“
Sie war wahnsinnig unhöflich, das war sonst nicht ihre Art – nicht mal ihm gegenüber. Mike schien ihr deswegen nicht sonderlich böse zu sein, sondern lachte leise in sich hinein, ehe er den Arm ausstreckte und tatsächlich auf den Knopf drückte.
„Bitte sehr, ich hoffe, du fühlst dich jetzt besser.“
Seine Gelassenheit löste etwas in ihr aus, was sie als Wut diagnostizierte. Eine durchaus bemerkenswerte Feststellung, denn normalerweise gelang es anderen Menschen selten, sie emotional zu berühren. Aber dieser Kerl …
Endlich schob sich die Fahrstuhltür auseinander, und sie traten in die relativ geräumige Kabine ein. Er ließ ihr galant den Vortritt – wie schön, er war lernfähig –, sodass sie seinen warmen Körper im Rücken spüren konnte. Sanders drückte über ihren Kopf hinweg den Knopf für die Tiefgarage, doch anstatt seine Hand wieder zurückzunehmen, legte er sie auf ihrer Schulter ab, als wäre das ihr angestammter Platz. Wütend fegte sie seine Hand weg und wirbelte herum.
„Was fällt dir ein, mich anzutatschen, Sanders? Mach das noch ein Mal und ich informiere Remington und Hudson. Ich wette, die finden sexuelle Nötigung am Arbeitsplatz überhaupt nicht lustig.“
Sanders verzog keine Miene, doch seine Augen funkelten wie Obsidiane. Unergründlich, gefährlich, undurchschaubar. Plötzlich schoss sein Arm vor, und seine Handfläche knallte gegen den Stoppknopf. Der Fahrstuhl ruckte, hielt an. Dann herrschte zwei Sekunden lang angespannte Stille, bis sie die Sprache wiederfand.
„Was soll der Mist?“, fauchte sie wütend und versuchte, den Aufzug wieder in Gang zu setzen. Er fing ihre Hand ab und hielt sie mit eisernem Griff fest.
„Nicht so schnell, Eve. Wir müssen uns unterhalten.“
„Es gibt nichts, aber auch wirklich nichts, worüber wir reden müssten“, informierte sie ihn hochnäsig.
„Das sehe ich aber anders. Bist du es nicht auch leid, dass wir ständig umeinander herumschleichen?“
Eve stieß den Atem durch die Nase aus. Sie war empört.
„Ich glaube, du träumst, Sanders!“
Er lächelte milde.
„Da könntest du sogar Recht haben. Ich träume tatsächlich. Von dir, Eve. Von uns beiden. Du hast keine Ahnung, was du für Fantasien in mir auslöst, was ich alles mit dir machen möchte.“
Seine raue Stimme streifte erregend ihre überreizten Sinne. Oh himmlischer Vater, er stand so dicht vor ihr, dass sie die Poren seiner Haut einzeln zählen konnte. Sein dunkler Bartschatten unterstrich seine maskulinen Züge. Er war ungemein attraktiv, das konnte sie nicht leugnen. Sie wurde stutzig, denn nun, wo sie den Gedanken an ihn als Mann und damit auch als potenziellen Sexpartner tatsächlich zuließ, fiel ihr auf, dass man ihn nie, aber auch wirklich nie, mit einer Frau zusammen sah. Zufall, oder hielt er sein Privatleben absichtlich so streng unter Verschluss? Und wovon träumte er, wenn er an sie dachte? Es war dumm, aber sie wollte unbedingt die Antworten auf diese Fragen erfahren. Das eigentümliche Flackern seiner Augen wirkte im fahlen Licht der Fahrstuhlbeleuchtung beinahe bedrohlich. Unwillkürlich machte sie einen Schritt rückwärts und prallte mit dem Rücken gegen die harte Fahrstuhlwand. Sie fühlte sich erdrückt. Von seiner Nähe, von seiner Aura und von der Überlegenheit, die er ausstrahlte. Eve geriet in Panik.
„Bleib mir vom Leib“, flüsterte sie. Mit der Hand fuhr sie sich an ihre Kehle. Die schützende Geste hatte beinahe symbolische Bedeutung, denn sie gestand damit ein, dass er sie verunsicherte, dass er sie ängstigte. Sanders spürte das genau, seinem Lächeln nach zu urteilen.
„Du fühlst dich gerade wie eine Maus in der Falle, nicht wahr?“
„Du hast keine Ahnung, wie ich mich fühle, und es geht dich auch nichts an. Und jetzt möchte in die Tiefgarage“, fügte sie noch etwas nachdrücklicher hinzu.
Ihre Bitte juckte ihn kein bisschen. Er senkte nur seinen Blick mit unverhohlener Neugier auf den Ausschnitt ihrer Bluse. Genau wie vor einigen Tagen hatte sie die ersten beiden Knöpfe schon vor Stunden geöffnet. Seine Augen ruhten auf ihren Brüsten. Sie prickelten, die Spitzen richteten sich steil auf, und da es hier drinnen brütend heiß war, konnte sie sich nicht mal damit herausreden, ihr sei kalt.
Sein Mund verzog sich anerkennend. Es war ein sinnliches Lächeln, sie reagierte darauf genauso stark wie auf eine Berührung. Plötzlich richtete er wieder das Wort an sie.
„Ich hätte dir so manches zugetraut, aber nicht, dass du feige bist“, merkte er an und stützte eine Hand über ihrem Kopf ab. Zwischen ihnen war noch genügend Abstand, um unter ihm durchzuschlüpfen, doch die mangelnden Fluchtmöglichkeiten und seine unverschämte Bemerkung, sie wäre feige, ließen sie bleiben, wo sie war. Stolz hob sie den Kopf.
„Wieso bin ich feige? Nur, weil ich nicht auf deine plumpen Annäherungsversuche eingehe? Du solltest mal dein Ego ein wenig zur Räson bringen, du blamierst dich nämlich nur.“
„Du bist feige“, beharrte er und legte zwei Finger unter ihr Kinn, um es anzuheben.
Sie versuchte, seine Hand wegzuschlagen, so wie vorhin, und scheiterte erneut. Kalt lächelnd wehrte er diesen Versuch ab und schloss den ohnehin lächerlichen Abstand zwischen ihren Körpern. Die Erektion, die sich nun gegen ihren Oberschenkel drückte, schockierte sie über alle Maßen, weil sie sich danach verzehrte, sie in der Mitte ihres Körpers aufzunehmen. Sie wollte seinen Schwanz, denn trotz der Stofflagen glühte sein hartes Fleisch auf ihr wie ein Brandeisen. Hart, pochend, unmissverständlich männlich.
„Ich sehe schon, du bist beeindruckt“, stellte er in seiner üblichen arroganten Art fest und kam noch ein wenig näher. Mike rieb sich an ihr. Langsam, um sie die Stärke seiner Erregung genau fühlen zu lassen. Sie war dermaßen überrascht, dass sie sich noch nicht mal wehrte, auch nicht, als seine Hand von ihrem Kinn zu ihrem Busen wanderte. Er fing an, die hervorstehende runde Warze kräftig mit dem Daumen zu reiben. Ein unglaublich peinigendes Gefühl, zog sich bis in ihren Unterleib. Es endete in einem anhaltenden Glühen und feuchtwarmer Schwere. Eve presste ihre Schenkel zusammen, um diese Reaktion aufzuhalten. Was hier gerade passierte, verunsicherte sie total. Sie war aufgrund ihrer Vergangenheit eher der zugeknöpfte Typ und hielt die Männer auf Abstand, doch vielleicht war es ja gerade das, was ihn reizte. Wollte man nicht immer das haben, was man nicht bekommen konnte? Sie musste ihn unbedingt zur Vernunft bringen. Eve war sich nämlich nicht sicher, ob sie ihm wirklich widerstehen konnte, wenn er ernst machte.
„Sanders, du hattest deinen Spaß! Und jetzt wirst du deine Hände von mir lassen und …“
Sein Kuss erstickte jedes weitere Wort. Es war kein Austausch von Zärtlichkeit, der hier stattfand, sondern eine Demonstration seiner körperlichen Überlegenheit. Gebieterisch nahm er ihren Mund in Besitz und küsste sie so hart und fordernd, dass sie gar nicht anders konnte, als sich an seinem Hemd festzuklammern und sich dem Ansturm seiner wilden Zunge zu ergeben. Himmel, er war so aufregend, und sie war wirklich feige, genau wie er es ihr vorgeworfen hatte. Ihr Verlangen, ihm und vor allem sich selbst das Gegenteil zu beweisen, steigerte sich dermaßen, dass es sie fast von innen her auffraß.
„Ich bin kein Feigling“, fuhr sie ihn schwer atmend an, nachdem es ihr gelungen war, den Mund von seinem loszureißen. Sie war wild entschlossen, ihren eisernen Mantel zu verlassen und endlich einen Blick rundum zu wagen. Ihre langjährige Erfahrung als Anwältin schrie ihr unterdessen förmlich zu, dass sie gerade in eine geschickt ausgelegte Falle tappte, dass er sie wahrscheinlich nur ärgern oder sogar reinlegen wollte, um seinen Vorteil daraus zu ziehen. Alle Warnungen prallten an ihr ab, nichts und niemand konnte diese Lawine jetzt noch aufhalten.
„Dann komm heute Abend mit mir, Eve“, sagte er beschwörend, den Blick intensiv auf ihr Gesicht gerichtet, als gäbe es im Moment nichts Wichtigeres für ihn auf der Welt. „Lass dich auf ein kleines Spiel ein, und beweise mir, dass du mehr bist als nur die Frau aus Stahl, die sich hinter einem Berg Akten und Paragrafen versteckt.“
Seine Stimme hatte etwas Hypnotisches, ebenso seine Augen, die ihren Willen in sich aufsaugten, bis davon nichts mehr übrig war.
„Und was soll ich tun?“, wollte sie wissen und leckte sich über die Lippen. Sie war nervös, ihre Hände waren schon ganz feucht.
Ein rätselhaftes Lächeln spielte um seinen Mund.
„Das wirst du noch früh genug erfahren. Vertrau mir, Eve. Auch wenn es dir vielleicht jetzt noch schwer fällt.“ Seine seidige Stimme hatte eine beruhigende Wirkung auf sie, und sie entspannte sich ein wenig. Bis er sich ihr entgegen neigte und ihren Körper wieder in hellen Aufruhr versetzte. „Glaub mir, ich werde mich gut um dich kümmern, meine süße Eve.“