Ja, mein Gebieter!

Erschienen: 06/2015

Genre: Soft-SM / BDSM

Location: Mauritius

Seitenanzahl: 284


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-169-5
ebook: 978-3-86495-170-1

Preis:
Print: 12,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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Ja, mein Gebieter!


Inhaltsangabe

Die temperamentvolle Mia ist Hotel-Testerin und soll vor einer Übernahme ein Hotel auf Mauritius auskundschaften. Kaum angekommen gerät sie ins Visier des attraktiven Ben, der ihr Gefühlsleben gehörig durcheinander bringt und ihr auf den Kopf zusagt: „Du bist devot.“
Wenn sie seine Sub wird, verspricht er ihr Lust zu schenken, schöner und erfüllender als sie es sich jemals erträumt hat. Mia lässt sich darauf ein - und erlebt nicht nur die aufregendsten Nächte ihres Lebens, sondern sie verliert auch ihr Herz an ihren dominanten Verführer.
Was sie nicht ahnt: Ben ist ihr größter Konkurrent im Kampf um die Hotelübernahme ...

Über die Autorin

Die Literaturwissenschaftlerin Annabel Rose kam erst über Umwege zum Schreiben erotischer Literatur. Warum ausgerechnet erotische Literatur? Weil ihrer Meinung nach Erotik und Sex wichtiger Bestandteil im Leben eines jeden Menschen ist. 

Annabel Rose liebt liebt Frankreich und den Süden, Katzen, intelligente...

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Leseprobe

Das Restaurant des Hotelkomplexes lag am anderen Ende der Anlage und war eine Art überdachter Pavillon, der auf Stelzen ins Wasser hineingebaut war und von vielen kleinen Lichtern erhellt wurde. Das Meer wirkte dunkel, geheimnisvoll und ließ das nach allen Seiten offene Restaurant wie einen Diamanten in einem schwarzen Samtkissen funkeln. Ein Kellner, der Mia nach der Nummer des Bungalows fragte, brachte sie zu den Klängen swingender Hintergrundmusik über den Steg an ihren Platz.
Während des Essens versuchte sie, sich Aussehen und Geschmack der Speisen einzuprägen, um ihr Urteil später dem angefangenen Bericht hinzuzufügen. Sie genoss die Musik und beobachtete...

...das eine oder andere Pärchen, das die Wartezeit zwischen den einzelnen Gängen für einen Tanz nutzte.
Die Szenerie war an Romantik nicht zu überbieten. Alles war perfekt. Nun … beinahe zumindest. Nur ein klitzekleines i-Tüpfelchen, ein winziges Etwas, fehlte. Nein! Nicht etwas. Jemand! Ein gut aussehender, charmanter Tänzer, der sie aufforderte und in dessen Armen sie dahinschweben würde wie eine Feder im Wind.
Herrje! Was gingen ihr für kitschige Gedanken im Kopf herum? Wenn sie jemand zum Tanzen aufforderte, dann vermutlich der Mittvierziger mit den angegrauten Schläfen am gegenüberliegenden Ende des Restaurants, den sie die ganze Zeit zu ignorieren versuchte. Leider vergeblich. Immer wieder erwischte sie ihn dabei, wie er in ihre Richtung schaute und sie gewinnend anlächelte. Mias Unbehagen wuchs. Sie rutschte auf dem Stuhl hin und her und versuchte, sich nicht von ihren Gedanken überwältigen zu lassen. Sobald sie das Dessert verspeist hätte, würde sie gehen.
Sie ignorierte die hartnäckigen Anbandelungsversuche und konzentrierte sich wieder auf die Tänzer und die Musik. Es war schon eine Ewigkeit her, dass sie von einem Mann zum Tanz aufgefordert worden war, genau genommen seit sie ein Teenager war und die Tanzschule besucht hatte. Wahrscheinlich konnte sie keinen einzigen Schritt mehr und würde ihrem Tanzpartner auf die Füße treten. Dabei sah es bei den anderen Paaren so leicht aus, so wunderschön. Aber auch wenn sie die Tanzschritte vergessen hatte, an das Gefühl dabei konnte sie sich noch sehr gut erinnern. Es war, als ob man …
Im Augenwinkel nahm sie eine Bewegung wahr. Mist! Sie hatte nicht aufgepasst. Die graue Eminenz von schräg gegenüber steuerte mit einem selbstgefälligen Lächeln auf den Lippen auf sie zu. Bei der Aussicht auf ein Gespräch oder gar einen Tanz mit einem Mann, der gut und gerne ihr Vater hätte sein können, klumpte sich ihr Magen zusammen, als hätte sie einen Stein verschluckt. Nichts wie weg hier. Hektisch warf sie die Serviette auf den Tisch, rückte den Stuhl zurück und grapschte nach dem Zimmerschlüssel. Verflucht! Musste das blöde Ding herunterfallen? Je ungeduldiger sie danach angelte, umso schneller rückte der Kandidat näher. Mia sandte ein Stoßgebet zum Himmel: Lieber Gott, hilf mir! Rette mich! Bitte!
„Sie wirken so verloren. Haben Sie Lust zu tanzen?“
Die Stimme gehörte zu dem angegrauten Gentleman. Sie starrte ihn an wie ein Kaninchen, über dem der Bussard seine Kreise zog, und fluchte innerlich. Aus der Nähe betrachtet war er recht attraktiv. Zumindest wenn man auf ältere Semester stand: sportliche Figur, leicht angegraute Schläfen in dem ansonsten dunklen, vollen Haar, kleine Lachfältchen um die Augen und eine angenehm sonore Stimme. Wenn da nur nicht dieses arrogante Lächeln wäre, das ihr das Gefühl gab, er hielte sie für ein leichtes Mädchen. Fieberhaft suchte sie nach einer plausiblen Ausrede, als eine autoritäre Stimme an ihrem anderen Ohr ein Kitzeln in ihren Bauch sandte: „Tut mir leid, dieser Tanz ist schon vergeben.“
Mia zuckte zusammen. Es war sogar mehr als ein Kitzeln. Als wäre sie ein Instrument und jemand hätte eine Saite in ihr zum Klingen gebracht. Sie schaute nach rechts und schluckte trocken. Gott hatte sie anscheinend erhört. Und wie er sie erhört hatte! Wow! Vor ihr stand ein … Engel! Ein Engel mit zwei meeresblauen, fast schon türkisfarbenen Augen und einem unwiderstehlichen Lächeln, das sie verzauberte. Schwarze, wie das Gefieder eines Raben glänzende Haare verliehen ihm, zusammen mit der sonnengebräunten Haut, der leicht gekrümmten Hakennase und dem Dreitagebart, eine bedrohliche Aura. Nein, das war kein Engel. Das war ein Pirat, dachte sie unwillkürlich und wäre nicht verwundert gewesen, wenn er einen Ohrring getragen oder einen Goldzahn entblößt hätte. Aber davon war nichts in seinem Gesicht zu sehen. Nur sein Lächeln und diese unglaublich blauen Augen. Das Funkeln darin erinnerte sie an die Farbe des Meeres in Zakynthos, wenn die Sonnenstrahlen die Wellen wie Sterne am Himmel glitzern ließen. Sie war so fasziniert, dass sie den Blick nicht von ihnen abwenden konnte – als hielte er sie mit seinen Augen gefangen.
Er hielt ihr auffordernd die Hand hin. Mia brachte keinen Ton über die Lippen. Wie hypnotisiert ergriff sie die dargebotene Hand und erhob sich.
„Sie entschuldigen uns“, sagte die Piratenstimme zu dem Grauhaarigen – und sein Tonfall machte klar, dass dies keine Frage, sondern eine Feststellung war.
Sie brachte nur ein gestammeltes „Entschuldigung!“ zustande und ließ sich anstandslos von ihm aufs Parkett führen. Als sich die Arme ihres Tanzpartners um sie schlossen, wurde sie sich urplötzlich bewusst, dass sie auf der Tanzfläche wie auf einem Präsentierteller stand. Was um Himmels willen machte sie hier? War sie noch ganz bei Trost? Alle starrten sie an. Ihre Gedanken setzten bereits ein Karussell von aufreizenden Bildern in Gang, das ein nur zu bekanntes Kribbeln durch jede ihrer Adern schießen ließ. Schnell! Sie musste hier weg, bevor sie die Kontrolle verlor.
„Tut mir leid, das geht nicht“, stammelte sie.
„Was geht nicht?“
„Tanzen. Ich kann nicht tanzen.“ Sie versuchte, sich aus seinen Armen zu befreien.
„Natürlich können Sie das“, antwortete er unbeeindruckt und hielt sie umso fester.
Und tatsächlich! Beim nächsten Takt drückte er sein Becken an ihres und zwang sie, den ersten Schritt rückwärts zu machen. Wie von selbst folgte der nächste und nächste … und eh sie es begreifen konnte, tanzte sie. Sie tanzte! Unglaublich – aber wahr. Und es fühlte sich viel besser als in ihrer Erinnerung an. Mit jedem Takt zog er sie noch ein Stück näher an sich heran. Als wollte er ihren Körper erspüren, ihn in Besitz nehmen, um ihn so zu führen, wie er es für richtig hielt. Merkwürdigerweise fühlte sie sich durch seine Nähe nicht bedrängt, sondern auf ungewöhnliche Weise beschützt und befreit. Ein Gefühl von Leichtigkeit durchströmte sie, das aus dem Kitzel ein leises Prickeln werden ließ und ihr Gedankenkarussell in Schwung brachte. In ihrer Fantasie befahl er ihr, sich auszuziehen, zwang sie aufs Parkett und nahm sie vor allen Leuten. Es fühlte sich so gut an, dass sie ein leises Stöhnen nicht unterdrücken konnte.
„Was ist?“, fragte er „Trete ich Ihnen auf die Füße?“
„Nein, gar nicht. Aber wenn Sie mich noch fester drücken und mir auch noch das letzte bisschen Atem rauben“, log sie, „falle ich gleich in Ohnmacht. Es dreht sich schon alles.“
Ihrer Worte zum Trotz drückt er sie noch fester an sich, ließ sie die Härte seiner Muskeln spüren, die sich an ihren weichen Rundungen wunderbar fest und unnachgiebig anfühlten. Die Hitze seines Körpers, seiner Arme umfingen sie wie ein Kokon aus männlichem Duft und Wärme, der das zarte Kribbeln in ihrem Bauch auf ein bedrohliches Maß anschwellen ließ. Und dass er sich jetzt zu ihr herunterbeugte und sein Atem ihren Hals streifte, machte es auch nicht besser. Lag es an seiner überbordenden Männlichkeit oder an den schnellen Tanzschritten, dass ihr der Atem stockte?
„Ich möchte dir noch ganz andere Dinge als deinen Atem rauben“, hauchte er ihr ins Ohr. „Aber noch viel lieber möchte ich dich küssen. Und zwar heute noch.“
Ein Schauer lief ihr über den Rücken, ihr Unterleib zog sich zusammen und das Prickeln breitete sich überall in ihr aus, als hätte man ihr eine Portion Ahoi-Brause injiziert, die jetzt durch ihre Adern sprudelte. Mia tanzte weiter, ihre Füße machten die richtigen Schritte, aber in ihrem Kopf wirbelten die Gedanken durcheinander.
Träumte sie etwa? Dass ihr Tanzpartner ohne zu fragen zum du übergegangen war, erschien ihr merkwürdigerweise nicht weiter verwunderlich. Dabei kannte sie noch nicht einmal seinen Namen. Was war nur mit ihr los? Normalerweise hätte sie empört sein müssen. Er wollte sie heute noch küssen? Was fiel ihm eigentlich ein? Für wen hielt er sich? Wer war dieser Fremde, der ihre Gefühle so durcheinanderbrachte und sich einfach nahm, was er wollte? Sie einfach nahm. Und sie wehrte sich nicht einmal dagegen. Im Gegenteil, sie genoss es sogar. Es ging eine unbeschreibliche Sicherheit von ihm aus, die sich auf sie übertrug und eine seit Langem verdrängte Sehnsucht in ihr wachrief. Seine Worte hatten ein elektrisierendes Hochgefühl in ihr ausgelöst, das sich äußerst angenehm anfühlte: Köstlich prickelnd und belebend wie der erste Schluck Champagner bei einem Dinner.
Der Tanz war zu Ende.
„Gehen wir ein Stück?“, fragte er.
Sie nickte und ließ sich von ihm über den Steg ans Ufer führen.
„Welcher Bungalow?“
Ohne zu zögern nannte sie ihm die Nummer. Sie ließ sich von ihm fortführen, fort von dem glitzernden Juwel auf dem Wasser, einen kleinen Pfad zum Strand hinunter. Je weiter sie das Restaurant hinter sich ließen, umso dunkler wurde es, umso mehr schienen die Sterne am Himmel zu funkeln.

Er hatte sich nicht getäuscht. Sie war aus der Nähe noch hübscher, als er sie von heute Morgen in Erinnerung behalten hatte. Sie wandte ihm den Kopf zu und schenkte ihm ein bezauberndes Lächeln, das zwei entzückende Grübchen zum Vorschein brachte. Und das Funkeln in ihren grünen Augen ließ selbst das Glitzern der Sterne am Himmel verblassen. Ben erkannte sofort: Dahinter schlummerte ein Vulkan der Leidenschaft, der danach schrie, geweckt zu werden. Ihre zarten Lippen faszinierten ihn und wieder schoss ihm der Gedanke durch den Kopf, wie es wäre, wenn sie sich über seinen Schwanz stülpten und ihre Zunge ihn lustvoll massierte.
Und dann dieses Kleid! Als hätte sie es nur für ihn angezogen, um sein Begehren zu schüren. Mit Erfolg! Es verriet jede ihrer verführerischen Kurven und umarmte ihren Körper wie ein sinnlicher Liebhaber.
Ben hatte sie eine Weile beobachtet. Es war ein Leichtes für ihn gewesen, in ihrem Gesicht zu lesen. Das anfängliche Unbehagen war einem träumerischen Ausdruck gewichen, als sie den Paaren beim Tanzen zugesehen hatte. Wenn jemals jemand mit den Augen darum gebettelt hatte, entführt und in Besitz genommen zu werden, dann sie. Ihr ganzer Körper schrie danach, aber anscheinend war nur er in der Lage, das zu erkennen. Sie war unschuldig und unerfahren, das sah er an ihrem scheuen Blick. Unschuldig – und damit ungemein reizvoll für ihn.
Es war wunderbar, sie im Arm zu halten, ihren Körper so nah an seinem zu spüren – und doch war es ihm nicht nah genug. Gut fühlte sie sich an. Weich und nachgiebig. Genauso, wie er es sich vorgestellt hatte, genauso, wie er es liebte. Sie zu führen war ein Kinderspiel – und zwar nicht nur auf der Tanzfläche, dafür würde er schon sorgen. Sie so fest im Arm zu halten, ihren herrlichen Busen an seiner Brust, ihre Hüften, Beine bei jedem Schritt zu spüren, war so erregend, dass er dringend mit ihr allein sein musste.
Er führte sie zum Strand und ging gedankenversunken neben ihr her. Der Mond hatte sich hinter einer Wolke versteckt, nur die Sterne leuchteten über ihnen und spendeten ein wenig Licht. In der Dunkelheit zeichnete sich ihre Silhouette scharf ab. Sogar das machte ihn an. Verrückt! Er konnte in ihrer Gegenwart nicht mehr klar denken. Der Drang, sie zu berühren, wurde übermächtig. Am liebsten hätte er ihr auf der Stelle gesagt, sie solle sich ausziehen.
Plötzlich stolperte sie in dem sandigen Untergrund und prallte bei dem Versuch, sich zu fangen, etwas wie „Entschuldigung“ stammelnd, gegen seine Brust.
Ben verkniff sich ein Lachen. Entschuldigung? Wenn sie wüsste, was ihm gerade im Kopf herumging, müsste er sich entschuldigen und nicht sie. Er wollte sie berühren, mit den Fingern erkunden, ob ihre helle Haut sich genauso zart anfühlte, wie es den Anschein hatte. Er wollte ihr das Kleid herunterzerren und sie in Besitz nehmen. Ganz und gar. Verfluchter Schwanz! Er pochte bei dem kleinsten Gedanken an sie. Er bekam einen Ständer. Etwas musste passieren. Kurzerhand führte er sie zu einer der hoteleigenen Strandliegen.
„Lästig, der Sand, nicht wahr? Setz dich, ich zieh dir die Schuhe aus, dann läuft es sich bequemer.“
„Nein, nein. Das mache ich schon.“
Ihr Widerspruch amüsierte ihn. „Keine Widerrede“, entgegnete er streng. „Ich mache das!“ Er wartete, bis sie auf der Liege Platz genommen hatte, und kniete sich vor sie in den Sand.
„Ich kenne noch nicht einmal deinen Namen“, sagte sie, ihn beim Öffnen der Sandalen beobachtend.
Er musste schmunzeln und schaute zu ihr auf. Da war sie wieder, diese scheue Neugier. Wie bei einem jungen Kätzchen, das zaghaft und doch wissbegierig ein neues Spielzeug erkundete.
„Aber ich kenne deinen … Mia.“
„Woher weißt du, wie ich heiße?“
„Ich arbeite hier im Hotel. Und als Mitarbeiter habe ich Zugang zu allen Daten unserer Gäste.“ Er löste das Riemchen und streifte ihr die Sandale vom Fuß.
„Aber woher wusstest du …“
„Ich habe dich schon heute Morgen gesehen, als du angekommen bist. Versteh mich nicht falsch. Es ist wirklich nicht meine Art, heimlich den Hotelgästen hinterher zu schnüffeln, aber bei dir konnte ich nicht widerstehen. Ich musste dich wiedersehen.“ Er ließ seine Worte auf sie wirken und tat so, als ob er sich in aller Seelenruhe mit ihrem anderen Fuß beschäftigte. Dabei war er alles andere als ruhig. In ihm brodelte es vor Verlangen, sie anzufassen. In Gedanken waren seine Hände überall auf ihrer Haut. „Machst du zum ersten Mal Urlaub hier?“, fragte er, während er ein weiteres Riemchen öffnete.
„Nein, es ist kein richtiger Urlaub. Ich bin nämlich …“
„Du bist …?“ Er legte die Sandalen beiseite und eroberte sich mit den Knien einen Platz zwischen ihren Beinen. Seine Fingerspitzen glitten ihre Waden hinauf, bis sie den Saum ihres Kleides berührten. Er wurde nicht enttäuscht. Die Zartheit ihrer Haut entzückte ihn. Er schob seine Hände ihre Schenkel hinauf, so weit, bis er ihre aufsteigende Hitze fühlen konnte. „Du bist wunderschön“, flüsterte er, ließ die Hände unter dem Kleid herausgleiten und ergriff ihre Handgelenke, ihre Augen dabei mit seinen fixierend.
In diesem Augenblick kam der Mond hinter einer Wolke hervor, in dessen silbrigem Licht er jede Einzelheit ihres Gesichtes erkennen konnte. Sie sah hinreißend aus: unschuldig wie ein kleines Mädchen und so verführerisch wie Eva mit dem Apfel. Ihr Mund öffnete sich einen spaltbreit, Erstaunen und eine Mischung aus leichter Furcht und Erregung im Blick. Bezaubernd!
Dass sie erregt war, konnte er nicht nur fühlen, sondern inzwischen sogar riechen. Ihr Duft machte ihn trunken. Süß wie Honig und schwer wie zwanzig Jahre alter Rotwein. Er würde sie kosten. Nicht jetzt, aber bald. Sehr bald.
Nur noch wenige Zentimeter trennten ihre Lippen jetzt voneinander. Er spürte bereits ihren Atem an seinem Gesicht. „Übrigens …“, sagte er, als er ihren sinnlich femininen Duft inhalierte, „… mein Name ist Ben.“
Seine Lippen berührten ihre. Er nahm noch wahr, dass sich ihre Augen schlossen, dann tat er es ihr nach und eroberte ihren Mund. Als sich ihre Zungenspitzen trafen, entschlüpfte ihr ein verzückter Laut.