Surrender: The Gilded Cuff

Originaltitel: The Gilded Cuff (Surrender #1)
Übersetzer: Julia Weisenberger

Erschienen: 11/2020
Serie: Surrender
Teil der Serie: 1

Genre: Dark Erotica, Soft-SM / BDSM
Zusätzlich: Contemporary, Millionärsromanze

Location: New York, Long Island


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-475-7
ebook: 978-3-86495-476-4

Preis:
Print: 14,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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Surrender: The Gilded Cuff


Inhaltsangabe

Jede Leidenschaft hat ihren Preis ...

Die Journalistin Sophie Ryder verfolgt Emery Lockwoods Geschichte seit langer Zeit. In den Tiefen seiner Augen lag stets etwas, dem sie nicht widerstehen konnte. Nun, da sie sich ganz sicher ist, dass er den Schlüssel zur Lösung einer Reihe von Entführungen in der Hand hält, setzt sie alles daran, ihn kennenzulernen. Auch wenn es bedeutet, sich tief in die verführerische Welt des "Gilded Cuff" zu wagen, einem luxuriösen BDSM-Club an der Goldküste von Long Island und Emerys persönlichem Spielplatz.

Von dem Moment an, in dem Sophie seine dunkle, sinnliche Domäne betritt, weiß Emery Lockwood, dass er diese verlockende Schönheit unterwerfen und besitzen muss. Sophie will jedoch mehr von Emery als nur Leidenschaft: Sophie will seine Vergangenheit. Und das ist etwas, das er ihr nicht geben wird - unter keinen Umständen. Aber mit jedem weiteren Moment, den er mit Sophie verbringt, spürt Emery, wie seine Kontrolle nachlässt und es nur eine Frage der Zeit ist, bis er sich nicht nur ihrem Körper, sondern auch ihrem Herzen und ihrer Seele ergibt ...

Teil 1 der romantischen BDSM-Reihe von USA Today-Bestsellerautorin Lauren Smith. 

Über die Autorin

USA Today Bestseller-Autorin Lauren Smith ist tagsüber eine Anwältin aus Oklahoma und nachts eine Autorin, die im Licht ihrer Smartphone-Taschenlampen-App abenteuerliche und heiße Liebesgeschichten schreibt. In dem Moment, als sie versuchte, die gesamte Handlung von "Titanic" neu zu schreiben, nur...

Leseprobe

Sophie hatte kaum Zeit, wegen des kräftigen Griffs des Doms um ihr Handgelenk zu protestieren, da zog er sie bereits quer durch den Raum zu einer Gruppe, die sich um ein Sofa an der Wand versammelt hatte. Sie hätte „rot“ sagen und das Spiel aufhalten können, das er geplant hatte, damit sie weiter nach Emery suchen konnte, aber das Wort erstarb auf ihren Lippen. Die Leute drehten sich zu ihr um. Belustigung funkelte in ihren Augen.
Die Aufmerksamkeit der Menge beruhigte Sophie nicht im Geringsten. Sie war die Beute in einem sogenannten Wettbewerb in einem BDSM-Club. Sie suchte unter...

...den Anwesenden nach Emery und betete, sie hätte das Glück, ihn zu finden. Wenn nicht, würde sie ihr Safeword benutzen und sich von diesem Mann und seinem „Wettbewerb“ lösen.
Er hielt sie fest und grinste die Zuschauer düster an. „Ich habe eine Neue gefunden. Sie ist perfekt.“
Sophie ruckte wieder an ihrem Handgelenk und kam nicht frei. Sie unterdrückte ein Keuchen, als er ihr prompt mit der freien Hand auf den Hintern schlug. Sie sah wieder über die Menge und versuchte, Emerys vertrautes Gesicht zu finden. Er musste hier irgendwo sein.
Die meisten Clubmitglieder waren näher gekommen, um sie und diesen Dom zu beobachten.
„Steh still und senk den Kopf“, befahl er.
Zu ihrer eigenen Verblüffung gehorchte sie sofort. Nicht, weil sie sich normalerweise stets fügte, wenn jemand sie herumkommandierte, sondern weil etwas in ihr auf den Befehlston reagierte, den er benutzte. Er wirkte wie ein Mann, der es genießen würde, sie zu bestrafen, und sie kannte sich gut genug mit dem Lebensstil aus, um zu wissen, dass sie niemals über einer Spanking-Bank enden wollte, selbst wenn die Vorstellung etwas in ihr zum Leben erweckte.
„Bring sie her, Royce.“ Eine kühle, tiefe Stimme erklang, die sich wie Whiskey anfühlte und über ihre Haut streichelte – etwas rau, mit einer süchtig machenden Schärfe darin. Als dieser Mann sprach, verstummten die murmelnden Stimmen um sie herum und Stille senkte sich über die Gruppe.
Die Menge um sie und den Mann, Royce, teilte sich. Ein weiterer Mann, der auf einem blauen Brokatsofa saß, beobachtete sie. Seine großen Hände ruhten auf seinen Oberschenkeln. Die Finger trommelten einen ungeduldigen, stakkatoartigen Rhythmus. Royce schubste Sophie nicht besonders sanft, sodass sie auf den Knien vor diesem Mann landete. Sie reagierte instinktiv, riss die Arme hoch, um sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ihre Handflächen landeten auf seinen Schenkeln, ihre Brust drückte gegen seine Knie.
Mit einem leisen Geräusch entwich die Luft aus ihren Lungen. Ein paar Sekunden lang kämpfte sie darum, wieder zu Atem zu kommen, während sie Halt suchend an dem Fremden lehnte. Die ausgeprägten Muskeln unter seiner schwarzen Hose bewegten sich und spannten sich unter ihren Händen an, und sie riss sie von ihm, als ob sie sich verbrannt hätte. Sie war ihm regelrecht in den Schoß gefallen. Die Hitze seines Körpers wärmte sie und neckte sie mit seiner Nähe. Hastig senkte sie den Kopf und legte ihre Finger auf ihre eigenen Oberschenkel, wartete ab. Es benötigte jeden Funken Willenskraft, um sich auf ihre Atmung zu konzentrieren.
Sie sah immer noch nicht in sein Gesicht und konzentrierte sich stattdessen auf seine teuren schwarzen Schuhe und den exakten Schnitt seiner dunklen Hose. Dann glitt ihr Blick höher, bemerkte das weiße Hemd und die schmale, blutrote Krawatte, die er trug. Sie war unter dem obersten Knopf seines Hemds, den er gelöst hatte, gelockert. Auf einmal hatte sie das Bedürfnis, auf seinen Schoß zu kriechen und seinen Hals mit Küssen zu bedecken, um ihn zu schmecken.
„Heb deinen Blick“, befahl die Stimme.
Sophie holte tief Luft, erlaubte ihr, sie zu füllen, bis ihr fast schwindlig war. Und dann sah sie auf.
Ihr Herz machte einen Sprung und ihr Gehirn hatte einen Kurzschluss.
Emery Lockwood, der Star ihrer dunkelsten Fantasien, die sie in den Stunden kurz vor dem Morgengrauen tief in ihrem Herzen vergrub, sah auf sie hinab. Raubtierhafte Neugier schimmerte in seinem Blick. Er fing sie mit einer magnetischen Anziehungskraft, einem Hauch von Geheimnis ein. Sie war in den unsichtbaren Fesseln eines Zauberspruchs gefangen, der sich um ihren Körper und ihre Seele gewunden hatte.
Die sanften, engelsgleichen Züge des Jungen waren da, versteckt unter der Oberfläche des Mannes vor ihr. Er war der verstörend sinnlichste Mann, den sie jemals gesehen hatte. Seine hohen Wangenknochen, die vollen Lippen und die Adlernase waren Teile des Gesichts eines Mannes Anfang dreißig. Aber seine Augen in der Farbe von Muskat und umgeben von langen dunklen Wimpern, für die jede Frau töten würde, waren noch dieselben wie die des verletzten Achtjährigen auf ihrem Foto. Obwohl sie sehen konnte, dass sie in den zwei Jahrzehnten voller Trauer härter geworden waren.
Er war maskuline Perfektion, abgesehen von der dünnen, fast unsichtbaren Narbe, die an seiner kantigen Kieferlinie entlanglief. Selbst nach fünfundzwanzig Jahren trug er immer noch die Zeichen seines Leidens. Jede Zelle ihres Körpers sehnte sich danach, ihren Mund auf seinen zu pressen, fieberhaft Küsse von seinen Lippen zu stehlen. Ihre Fingerspitzen juckten mit dem Bedürfnis, über die Narbe auf seinem Gesicht zu streicheln, die Schmerzen wegzustreichen, die er hatte durchleben müssen.
„Kennst du die Regeln unseres Spiels?“, fragte Emery.
Als er redete, hielt sein Blick sie an Ort und Stelle wie einen Schmetterling, der unter einer Nadel hinter Glas gefangen war. Mit zitternden Händen schürzte sie die Lippen und versuchte, ruhig und gesammelt zu wirken. Es war nahezu unmöglich. Die Hitze seines intensiven Blicks wurde nur stärker, während sich seine Mundwinkel zu einem langsamen, verruchten Lächeln hoben. Oh, der Mann wusste genau, was für eine Wirkung er auf sie hatte!
Emery beugte sich vor, nahm ihr Kinn in die Hand und hob ihr Gesicht, bis sie ihn ansah. Ihre Haut brannte köstlich dort, wo er sie berührte. Er zog sie an, wie der Mond die Gezeiten beherrschte, verlangte Hingabe und Gehorsam mit dem Versprechen auf etwas Großartiges, etwas, das sie nicht verstehen konnte. Ihre Sinne waren in voller Bereitschaft, seine Berührung, seinen Geschmack zu erforschen. Wie ein kleiner Fisch, der in einer Strömung gefangen war, wurde sie ins tiefe Wasser gezogen und konnte sich nicht dagegen wehren. In jeder anderen Situation wäre sie nicht so aus dem Gleichgewicht gewesen, hätte sich nicht in dieses seltsame Spiel ziehen lassen, von dem sie fühlte, dass es gleich stattfinden würde. Aber hier, in dieser dunklen Fantasie des Gilded Cuff, wollte sie nicht von ihm wegsehen.
„Die Regeln sind wie folgt: Ich gebe dir ein Kommando, du gehorchst. Ich muss dich in weniger als zwei Minuten kommen lassen. Ich darf nicht mehr tun, als deinen Körper dort zu berühren, wo er bedeckt ist. Nicht zwischen deinen Beinen und auch nicht deine bloßen Brüste. Du siehst mir in die Augen und tust, was immer ich sage, solange meine Befehle die Grenzen der Regeln nicht überschreiten. Wenn du kommst, gewinne ich, wenn nicht, gewinnt Royce.“
Sophie kämpfte darum, klar zu denken. Auf keinen Fall hätte sie irgendwo anders dieser Sache zugestimmt, aber in dem Club war es die Art von Spiel, das die Doms eben abhielten … die Art Spiel, die Emery spielte, und er wollte es mit ihr durchführen. Ein Hauch Lust durchfuhr sie und ließ ihre Klit pulsieren. Wie könnte sie ablehnen?
„Ich bitte um Erlaubnis, sprechen zu dürfen.“
„Du wirst mich Sir oder Master Emery nennen.“
„Sir“, wiederholte Sophie sofort. Sie wollte sich selbst treten. Sie hatte doch genug über diesen Lifestyle gelesen, dass sie sich daran hätte erinnern müssen, ihn formell anzusprechen. Aber so, wie er sie ansah – wie etwas, das er auffressen wollte –, konnte sie nicht gänzlich rational bleiben.
„Erlaubnis erteilt.“ Emerys Stimme senkte sich zu einem sanfteren Ton, und Zufriedenheit ließ seine Augen wärmer wirken.
„Was passiert mit mir, Sir? Nur einer von Ihnen kann gewinnen.“
Royce wechselte einen Blick mit Emery. „Die kleine Sub ist klug. Na, Emery, was denkst du?“
Beide fokussierten sich wieder auf sie. Sie benötigte ihren gesamten Mut, um nicht wegzusehen.
„Eine Bestrafung durch den, der verliert. Aber in welcher Form? Mit dem Flogger?“, schlug Royce vor.
Sophie zuckte zusammen.
„Keine Peitschen“, erwiderte Emery, der ihre winzigste Reaktion zu bemerken schien. Er fuhr sich über das Kinn, auf dem sich die ersten Bartstoppeln breitmachten. Dadurch wirkte er etwas rau und erinnerte sie an die Männer daheim in Kansas.
Die Anspannung in der Menge schien zu steigen, als weiter über die Bestrafung diskutiert wurde. Emery sah sie immer noch an und entschlüsselte scheinbar das Rätsel, das sie darstellte. „Sie ist neu. Warum kein Spanking?“, murmelte er sanft.
Das erregte ihre Aufmerksamkeit. Ihre Klit erwachte zum Leben und pulsierte im Rhythmus ihres Herzschlags. Der unbequeme Schmerz in ihren Knien wurde für den Moment von dieser neuen Ablenkung überdeckt. Sofort blickte sie auf Emerys große, fähige Hände. Sie konnte förmlich fühlen, wie seine breite Handfläche ihren Hintern schlug …
Probleme. Sie steckte bis zum Hals in Problemen.
„Definitiv ein Spanking.“ Emery lächelte. „Meine liebste Form der Bestrafung. Es wird eine Enttäuschung werden, wenn du in meinen Armen kommst und ich Royce das Vergnügen überlassen muss, seine Hände auf deine Haut zu legen.“
„Arroganter Bastard“, kam es von Royce. „Sie könnte dir auch widerstehen. Ich wette, sie ist weitaus weniger submissiv, als sie aussieht, und ausgehend von ihrer Kleidung viel zu gehemmt, um vor anderen zu kommen. Wenn ich gewinne, schuldest du mir deine beste Kiste Bourbon.“
Ihre Knie schmerzten. Es war wie kleine scharfe Nadeln, die durch ihre Haut und tief in ihre Knochen stachen. Sie verlagerte ihr Gewicht, versuchte, das eine mehr zu belasten als das andere und dann hastig zu wechseln, aber es half nichts. Auf keinen Fall würde sie es länger auf den Knien aushalten.
Emerys braune Augen funkelten angesichts der Herausforderung. „Blödsinn! Wenn sie kommt, und das wird sie, schuldest du mir deine beste Kiste Scotch.“
Während die Männer hin und her stritten, setzte sich Sophie nach hinten auf ihre Knöchel. Ihre Knie schmerzten höllisch. Als ob Metallstäbe zwischen die Knochen in ihre Muskeln getrieben würden.
Scheiß drauf. Ich stehe auf. Sie stand unsicher auf und seufzte erleichtert, als das Blut wieder in ihre Beine floss.
Die Leute um sie herum keuchten auf. Beide Männer hörten auf zu streiten und wandten sich ihr mit wütenden Blicken zu. Es war nicht die Art von brutaler Wut, die ihr bereits begegnet war, nicht wie bei den Mördern, die sie für ihre Kriminalstorys interviewt hatte. Diese Wut machte Angst, bestand aus reinem Hass. Sie umgab diese Kriminellen wie eine Aura. Sie war von der Art, wie wirklich gute Menschen sie nie empfanden, weil sie die Seele verschlang und das Herz schwarz werden ließ, bis nur noch eine Killermaschine zurückblieb.
Bei Royce und Emery allerdings war es nur wie die Wut eines Elternteils oder eines Mentors gegenüber seinem Schützling, der eindeutig eine direkte Anweisung missachtet hatte. Sie kannte das Ergebnis. Bestrafung. Sie konnte es auf ihren Gesichtern sehen, und es machte beide an. Verdammt, es machte auch sie an.
„Du hattest nicht die Erlaubnis, dich zu erheben.“ Emery sprach langsam, als ob er versuchte, zu entscheiden, ob er ihr eine Gelegenheit geben sollte, sich zu entschuldigen, oder einfach direkt zur Bestrafung übergehen sollte.
Selbst als sie den Mund öffnete, wusste sie, dass das eine schlechte Idee war. „Meine Knie haben wehgetan. Das ist kein Teppich, es ist Stein. Harter Stein.“
Emerys Mund stand offen. Die Leute um sie herum traten zurück.
Royce war lange still, dann brach er in lautes, schallendes Gelächter aus. Er beugte sich vor, die Hände auf die Oberschenkel gestützt, und rang nach Atem. „Verdammt, das wird lustig werden.“
„Lustig“, murmelte Emery und schüttelte den Kopf. „Wieder auf die Knie, bis wir uns entscheiden, was wir mit dir tun sollen.“
„Ja … Nein danke, Sir“, widersprach Sophie. „Ich bleibe auf den Füßen, bis Sie fertig sind.“
Er kam auf die Beine, und bevor sie reagieren konnte, hatte er sie zu der Menge umgedreht und vornübergebeugt.
Klatsch! Seine Handfläche landete auf ihrem Hintern. Es brannte, wurde aber fast sofort zu einem warmen, kribbelnden Gefühl. Ihre Beine wurden weich, und sie zitterte hilflos angesichts der schockierenden Welle von Lust, die sich in ihrem Magen aufbaute.
Der böse Blick, den sie in Emerys Richtung sandte, hatte keinen Effekt. Als er sie losließ und sich wieder hinsetzte, fuhr sie zu ihm herum. Seine verengten Augen ließen ihren Puls rasen.
„Hast du ein Safeword, kleine Sub?“, fragte Royce.
Sie zermarterte sich das Gehirn nach einem, weil sie wusste, dass es etwas sein sollte, woran sie sich erinnern konnte, wenn sie in Panik geriet. Schließlich war es das Wort, das Doms dazu bringen konnte, aufzuhören mit was immer sie taten, bevor ihr alles zu viel wurde.
„Aprikose“, entschied sie sich. Da sie hochallergisch auf die Frucht reagierte, würde sie das Wort bestimmt nicht vergessen.
Ihre ungewöhnliche Wahl für ein Safeword brachte beide Männer dazu, die Brauen zu heben. In diesem Moment hätten sie Brüder sein können. Sie spiegelten einander, wie es nur wirklich gute Freunde konnten. Sehnsüchtiger Neid schnitt durch Sophies Herz, und sie sog einen Atemzug ein, als sie an Rachel dachte.
„Wie heißt du, kleine Sub?“
„Sophie Ryder.“ Als sich seine Brauen zusammenzogen, fügte sie hastig hinzu: „Sir.“
Emery klopfte mit der Hand auf seinen Oberschenkel. „Lass uns mit dem Wettbewerb beginnen. Komm her und setz dich auf meinen Schoß, dann werde ich dir Befehle erteilen.“
Sophies Magen sank so tief, dass es sich anfühlte, als würde er auf ihre Zehen fallen. Emery lehnte sich zurück und stützte die Ellbogen auf die Rückenlehne der Couch. Er wirkte wie ein Prinz, wie der Anführer eines Rudels Wölfe, der nur auf seine Eroberung, seine Beute wartete.
Seine entspannte Haltung ließ sie sich nur hilfloser fühlen. Sie wusste, dass er sich schnell bewegen, sie einfangen und innerhalb weniger Sekunden erneut für eine Bestrafung vorbeugen könnte, wenn sie es wagen würde, sich ihm zu widersetzen. Ihre Brustwarzen zogen sich unter dem unnachgiebigen Leder des Korsetts zusammen und rieben dagegen, bis sie schmerzten. Sie ballte die Hände zu Fäusten, damit sie nicht zitterten.
Jetzt geht es los. Du kannst das. Sophie näherte sich ihm und setzte sich auf seinen Schoß. Sie rutschte herum, versuchte, eine bequeme Position zu finden, weil sie nicht in der Lage war, das Gefühl seiner starken Schenkel unter ihr zu ignorieren.
Er hob gebieterisch eine Augenbraue, als ob ihre Unruhe irgendwie gegen ihn persönlich gerichtet wäre.
„Hör auf, herumzuzappeln.“ Er sprach seinen ersten Befehl.
Sie erstarrte sofort. Ihre einzige Bewegung war, dass sich ihre Brust immer noch hob und senkte.
„Sieh mir in die Augen. Nur meine Augen.“ Seine Stimme wurde sanfter, aber ihre Rauheit strich trotzdem über sie und machte sie hungrig nach dem Versprechen, das sie in seinem Blick erkannte. Die Stimmen um sie herum verblassten, und sie glitt immer tiefer in seinen dunklen Zauber.
Er würde ein unbarmherziger Liebhaber sein. Sinnlich, ruhig. Er würde keine süßen Worte flüstern, würde keine harschen, erregenden Sätze von sich geben. Er würde sie einfach nehmen, wieder und wieder. Das Kreisen, das Zustoßen. Die sanfte Stille, die von unregelmäßigen Atemzügen unterbrochen würde, das Streicheln rauer Hände über ihre empfindliche Haut. Alles, was eine vernünftige moderne Frau nicht von einem Mann im Bett wollen sollte. Er würde in allen richtigen Arten animalisch sein.
Sie war noch nie mit jemandem wie ihm zusammen gewesen, würde es vermutlich nie wieder sein, und der Gedanke stieg ihr zu Kopf. Dieser Macht, dieser elektrisierenden sexuellen Kontrolle ausgeliefert zu sein und sich ihm vollkommen hinzugeben … Ihr Mund war auf einmal trocken, und ihr Puls ähnelte einem Morsecode, der um Hilfe bettelte, während sie versuchte, etwas wie Ruhe zu empfinden. Wäre sie in der Lage, ihm zu geben, was er wollte? Ihm zu erlauben, sie durch die dunkle Lust zu führen, die sie so häufig überwältigte, wenn sie keine Möglichkeit hatte, sie zu befriedigen? Ja … mit ihm könnte sie sich fallen lassen, und die Unsicherheit darüber, was passieren würde, wenn sie es täte, war Teil der Erregung, die ein regelrechtes Feuer in ihren Adern entzündete.
Seine Hände legten sich um ihre Hüften. Die Finger streichelten langsam hin und her und neckten sie über ihrem Minirock. Wie würde es sein, seine Hände auf ihrer bloßen Haut zu spüren? Wenn seine Finger sie zwischen ihren Beinen erforschen würden?
„Sag mir, was dir gefällt, Sophie.“ Emery beugte den Kopf vor, bis seine Stirn ihre berührte, den Blick immer noch mit ihrem verbunden.
Sie schluckte. Ihr Mund war auf einmal so trocken wie die Wüste Gobi.
„Was würde es brauchen, damit du die Kontrolle verlierst? Willst du hart gefickt werden? Wie verzweifelt? Oder gefällt es dir, die Hände gefesselt zu haben, mit dem Gesicht nach unten auf einem großen Bett, weicher Stoff unter deinem Bauch, meine Härte über dir, in dir?“ Sein erotisches Flüstern war so sanft, so leise, dass niemand um sie herum hören konnte, was er zu ihr sagte. Die Bilder, die er malte, waren wild, farbenprächtig und doch verschwommen – wie eine seltsame Mischung aus Van Gogh und Monet. Süß und sinnlich, dann dunkel, exotisch und kaum verständlich. Emery war auf ganz eigene Weise ein Künstler, ein Maler von erotischen Worten und Bildern.
„Ich würde dich langsam, ganz langsam nehmen, sodass du jegliches Zeitgefühl verlieren würdest. Du würdest dich nur auf mich konzentrieren, darauf, dass mein Schwanz zwischen deine Schenkel gleitet und dich in Besitz nimmt.“ Seine Worte waren leise und wohlüberlegt, als ob er Jahre damit verbracht hätte, über sie nachzudenken. Aber da sie ein bisschen atemlos klangen, begriff sie, dass sie nicht die Einzige war, die darauf reagierte.
Das erste Kribbeln zwischen ihren Schenkeln war unausweichlich. Sie wand sich ruhelos auf seinen Beinen, obwohl er befohlen hatte, dass sie sich nicht bewegen solle.
Sein Atem strich über ihre Lippen. „Oh Gott“, murmelte sie.

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