Versteigert

Erschienen: 10/2016

Genre: Soft-SM / BDSM

Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-223-4
ebook: 978-3-86495-224-1

Preis:
Print: 12,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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Versteigert


Inhaltsangabe

Gillian Cross hatte sich ihre Zukunft bei Spice on the Tongue bereits ausgemalt, doch Träume sind dazu da, um zu platzen. Das beschauliche Unternehmen will expandieren und Hunter Silsbury, der neue Eigentümer, fegt wie ein Orkan in ihr ruhiges Leben. Die Firma in Sex on the Tongue umzubenennen stellt noch das Harmloseste seiner Vergehen dar.
Vom ersten Aufeinandertreffen an fliegen zwischen ihnen die Fetzen und Gillian hasst Hunter inbrünstig. Doch gleichzeitig träumt sie jede Nacht von ihm – verruchte Phantasien, die sie nicht versteht.
Hunter will Gillian in sein Bett locken. Doch der Eisblock verwehrt sich seinen Avancen. Daher stellt er ihr eine Falle, und als sie es bemerkt, ist es längst zu spät, denn er hat sie ersteigert und sie muss sich ihm ein Woche lang willig hingeben.
Hunter ist ein Meister der Verführung und des BDSM, und so sehr Gillian sich auch sträubt, sie hat bereits verloren, ehe das Spiel beginnt …
Doch was hat Hunter mit Gillian vor, nachdem er ihren Körper gezeichnet und ihr Herz erobert hat?

Über die Autorin

Linda Mignani wurde in Kirkcaldy (Schottland) geboren und lebt glücklich verheiratet im Ruhrgebiet. Schreiben und Malen zählen zu ihren Leidenschaften und beides hat erstaunlich viel gemeinsam. Frauenuntypisch besitzt sie nur eine Handtasche aber unzählige Turnschuhe und noch mehr Wanderschuhe, die...

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Leseprobe

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Hunter wartete ungeduldig auf seine Beute, die bereits jetzt eine Schlinge um ihren Hals hatte, allerdings ohne etwas davon zu ahnen. Wenn er es nicht besser wüsste, könnte er daran glauben, dass er an der Lampe gerieben hätte und ihm ein verschlagener Dschinn seinen sehnlichsten Wunsch erfüllte, der ihn von Anfang an in den Allerwertesten biss.
Ein paar Minuten später klopfte es an der Tür und Gillian trat hinein. Sie dachte natürlich, dass er sie jetzt feuern wollte. Aber er hatte weitaus mehr mit ihr im Sinn. Ja, der Erwerb von Spice on the Tongue reizte...

...ihn, und er hatte genug davon, in der Welt herumzureisen, Mitarbeiter zu entlassen und für irgendwelche geldgierigen anonymen Idioten das meiste an Gewinn herauszuholen. Er hatte selbst viel zu lange dazu gezählt und war vielleicht der schlimmste machtbesessene Arsch gewesen, doch diesen Hunter wollte er zurücklassen. Für einen Moment sah er das Gesicht von Samuel Higgins vor sich, und dieser schwarze Fleck würde für immer auf seiner Seele lasten. Es gab nichts, was er tun konnte, um die Tragödie ungeschehen zu machen, die Zeit zurückzudrehen und wieder zu dem Mann zu werden, der er damals gewesen war. Allerdings verdiente er keine Absolution und hatte kein Recht, sie sich herbeizuwünschen. Er war schuldig und musste sich seinen Taten stellen!
Es war totenstill in seinem Büro, sodass er hören konnte, wie unsicher Gillian atmete, auch, dass sie mit den Tränen kämpfte. Hunter liebte Tränen, doch aus anderen Gründen. Gillian hielt sie jedoch hartnäckig zurück und straffte die Schultern. Sie stand direkt vor der geschlossenen Tür und sah ihm geradewegs in die Augen.
Beweg deinen Arsch hierher!
„Miss Cross!“ Er wartete ein paar Sekunden, ehe er weitersprach, genoss ihre Angst. Er konnte einfach nicht anders. Nach der Nummer auf dem Parkplatz verdiente sie es, und noch viel mehr.
Zieh den Rock hoch, das Höschen runter und beug dich über meinen Schreibtisch.
„Nehmen Sie doch Platz.“ Er zeigte auf den Stuhl, den er absichtlich etwas weiter vor dem Schreibtisch platziert hatte. Es gab auch eine Sitzgruppe in dem Büro, doch sie sollte ruhig ein wenig schwitzen. Ihr Blick verdüsterte sich! Sie durchschaute sein Vorgehen.
Niedlich!
Er war gespannt auf ihre Reaktion und wartete ab, nachdem sie sich auf den mit Leder überzogenen Stuhl gesetzt hatte. Eins musste er Mr Bohman Junior lassen, er hatte einen ausgezeichneten Geschmack bei der Ausstattung des Büros bewiesen. Cremefarbene Wände und Stores, bodentiefe Fenster und cognacfarbene Ledermöbel. Der Schreibtisch war groß und weiß lasiert und passte genau zum Parkettboden. Überhaupt war das ganze Gebäude exzellent und äußerst mitarbeiterfreundlich eingerichtet. Er gedachte nicht, etwas daran zu ändern. Ja, er wollte expandieren, doch dieses Mal nicht für die Börsenkurse, sondern für die Firma, für die Mitarbeiter und für sich.
Sie presste ihre Knie und Unterschenkel aneinander und setzte ihre Füße zur Seite. Ihre Wirbelsäule war gerade wie ein Stock, und sie kämpfte mit dem Drang, nicht nur ihre Hände ineinander zu verschränken, sondern würde das Gleiche am liebsten mit ihren Armen vor der Brust machen. Gillian hatte fantastische volle Titten, und er wusste, dass sie echt waren. Wann hatte er das letzte Mal einen echten üppigen Busen berührt? Vielleicht war auch das ein Grund, warum ihn optische Perfektion mittlerweile anödete. Er hatte zu viel davon gehabt.
Schlussendlich legte sie ihre Hände locker auf ihren Oberschenkeln ab, unwissend, wie viel sie durch ihre Handlungen verriet. Er machte sie überaus nervös, und das nicht nur wegen ihrer Angst um ihren Arbeitsplatz. Diese Sorge würde er ihr auf der Stelle nehmen, aber an anderen Stellen ein paar hinzufügen.
„Gillian.“ Er lächelte sie mit diesem Lächeln an, das eine Sub mal als satanisch bezeichnet hatte. Was er daraufhin mit ihrem Körper gemacht hatte, war durchaus eines teuflischen Masters würdig gewesen. Sie hatte sich währenddessen aus vielerlei Gründen die Seele aus dem Leib gekreischt. „Ich darf Sie doch Gillian nennen?“ Er ließ ihr keine Möglichkeit, um darauf zu antworten. „Ich bin ein Mann, der gerne zweite, oder in Ihrem Fall auch dritte Chancen vergibt. Daher brauchen Sie sich keine Sorgen um Ihren Arbeitsplatz zu machen. Ich gebe Ihnen die Gelegenheit, sich zu beweisen.“
Erneut traf sie geradewegs seinen Blick. Sie hatte wirklich hübsche blaue Augen. „Meinen Sie das ernst oder wollen Sie mich nur für mein Verhalten bestrafen? Mich in Sicherheit wiegen, um mich dann doch noch zu feuern?“
Bestrafen? Wenn du nur wüsstest, was ich in dem Falle mit dir anstellen könnte, wenn ich das jetzt tun würde. Allerdings wird deine Bestrafung kein Wunschtraum meinerseits bleiben.
„Ich meine …“ Sie dachte offensichtlich an seine Drohung auf dem Parkplatz zurück und rutschte auf der Sitzfläche herum.
„Sie können damit anfangen, indem Sie mir eine Kollektion der aktuellen Trüffel holen. Und bringen Sie am besten von jeder Sorte drei Stück mit. So wie Sie aussehen, essen Sie die Hälfte auf, ehe Sie wieder hier sind.“
Ihr fiel sichtlich die Kinnlade herunter und er musste ein Grienen unterdrücken. Hunter wollte, dass sie ihn richtig hasste und ihr Blut kochte, ehe er sie verführte. Der Weg mit Rosen und Pralinen war zu einfach und reizte ihn nicht. In ihrem Fall bevorzugte Hunter es dornig, unzugänglich und trüffelig, und war durchaus bereit, sich mehr als die Fingerkuppen zu zerstechen. Sobald es so weit war, sollte sich ihr heißer Arsch für sie beide lohnen. Und Arsch war das, was sie ihm jetzt am liebsten ins Gesicht kreischen würde, doch das konnte sie nicht, wenn sie nicht auf der Stelle gehen wollte. Mr Bohman hatte ihm gesagt, dass Gillian ihren Job wirklich liebte, und Hunter war schon immer jemand gewesen, der gerne mit dem arbeitete, was so offensichtlich vor ihm lag, oder in ihrem Fall saß.
Sie schluckte deutlich, ehe sie den Mund öffnete, um etwas zu sagen. Hübsche Lippen, die sicherlich um seinen Schwanz noch hübscher aussehen würden – oder wenn sie genauso zitterten wie ihr restlicher Körper.
„Ehe Sie jetzt beleidigt davondackeln, sollten Sie sich anhören, was ich Ihnen anbieten möchte, nachdem Sie meinen Auftrag ausgeführt haben.“ Er beugte sich ein wenig vor.
Ihr Gehirn lief auf Hochtouren, während sie den Leckerbissen aus sicherer Entfernung anstarrte, unsicher, ob sie hineinbeißen sollte. Doch er roch so gut und ihre Neugierde war geweckt. Das merkte Hunter ihr deutlich an. Sofort, nachdem sie seinen Vorschlag angenommen hatte, würde er sie nach Hause bringen lassen, denn sie gehörte ins Bett. Es stand jedoch außer Frage, dass sie den neuen Job ablehnen würde. Sobald die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, würde er einen Anruf tätigen und die Kavallerie für den heutigen Tag herbeirufen. Sein Plan musste genau durchdacht sein, und für den ersten Schritt brauchte er charmante Hilfe, die sich auch durchsetzen konnte und zudem keine Scheu verspürte, es zu tun.

Okay, zwar verdiente Gillian die Beleidigung, das machte es ihr dennoch nicht leicht, sie herunterzuschlucken. Am liebsten würde sie ihm sagen, dass er sich von ihr aus in das Primatendorf zurückschleichen konnte, aus dem er herausgekrochen war, ehe sie die Tür so fest hinter sich zuschlug, dass es nur so knallte, doch irgendwie war ihre Neugierde geweckt. Außerdem fand sie ihn als Person und vor allem als Mann unglaublich faszinierend. Sie war so gefangen in ihrem Trott gewesen, dass sie ganz vergessen hatte, wie erfrischend sich Aufregung anfühlte. Und wegen ihr hatte er sich das Hemd ausgezogen. Das enge weiße T-Shirt schmiegte sich an seinen sicherlich stahlharten Körper. Obendrein hatte er ein Tattoo. Eine Efeuranke, die sich um seinen Bizeps wand und den Farbton seiner Augen aufgriff. Sie war nicht bereit, sich davonzutrollen und alles aufzugeben. Möglicherweise bildete sie es sich nur ein, aber es knisterte gewaltig zwischen ihnen, obwohl sie nicht definieren konnte, was genau das bedeutete. Womöglich waren es auch elektrische Schläge einer Hochspannungsleitung.
„Wie Sie wünschen, Sir“, hauchte sie übertrieben unterwürfig, wobei sie es sogar schaffte zu lächeln. Doch im Gegensatz zu ihm war ihr Tonfall eher mittelmäßig. Er bekam sicherlich keine Gänsehaut oder einen beschleunigten Herzschlag davon. Aber vielleicht lag sie falsch, denn seine Augen verdüsterten sich, und das hatte in jedem Fall eine Auswirkung auf ihren Puls, ihre Körpertemperatur und ihren Gemütszustand. Allerdings war Gillian sich unsicher, ob dies positiv oder negativ war oder eher eine Mischung aus beidem.
Er benahm sich nicht wie ein normaler Chef ihr gegenüber, jedoch war ihr erstes Aufeinanderprallen alles anderes als alltäglich gewesen. Jeder andere hätte sie hochkant hinausgeworfen und sie hätte es verdient! Eine leise Stimme meldete sich in ihrem Kopf, dass dies eventuell die bessere Alternative wäre, anstatt sich ihm zu stellen. So hatte sie sich in ihren Schwärmereien immer einen dominanten Mann vorgestellt, der diese Neigung im Schlafzimmer gekonnt auslebte, der sexuelle Dominanz nicht mit Gewalt und Herrschsucht verwechselte. Aber das waren rosarote Träumereien, die ausschließlich Romanen vorbehalten waren und es keinesfalls in die Realität schafften.
Dennoch …
Sie stand auf, ignorierte den leichten Schwindel, der sie packte, und versuchte, so selbstsicher wie möglich zur Tür zu laufen, ohne sich von der Hitze beeindrucken zu lassen, die sein bohrender Blick in ihrem Rücken verursachte.
Oder glotzte er ihr gar auf den Po? Auf ihren Hintern war sie stolz. Er war rund, fest und wirkte auf die meisten Kerle wie ein Magnet. Es war schon paradox. Männer liebten einen vollen Po und die passenden Brüste dazu, aber der Rest sollte dann doch bitteschön XXS sein. Gillian schloss die Tür leise hinter sich, und das war überhaupt nicht befriedigend. Was hatte Hunter Silsbury nur mit ihr vor?
Die Patisserie war im Nebengebäude untergebracht. Hier kreierten Lizzy, Jason und Babette neue Leckereien, ehe sie eventuell ihren Weg in die Produktion fanden. Gillian liebte die Versuchsküche und normalerweise auch die Aromen, Düfte und Gerüche, die einem den Weg wiesen.
Ihr wurde bewusst, dass sie im Moment gar nichts außer ihm roch, und das trotz ihrer Erkältung. Hunter Silsbury brauchte sich keine Sorgen zu machen. In ihrem jetzigen Zustand war sie weder hungrig, noch könnte eine ansonsten köstliche Schokosünde sie verführen.
So ein Arschloch!
Drei Stück!
Arschloch hoch drei!