Tokyo: Tokyo Fever

Erschienen: 04/2008
Serie: Tokyo
Teil der Serie: 2

Genre: Contemporary Romance, New Adult
Zusätzlich: Dominanz & Unterwerfung, Rockstar Romance, Vanilla

Location: Japan, Tokio

Seitenanzahl: 332

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Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-330-9
ebook: 978-3-86495-331-6

Preis:
Print: 13,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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Tokyo: Tokyo Fever


Inhaltsangabe

Die in Tokio lebende deutsche Schauspielerin Kiara hat es geschafft! Endlich hat sie ein Engagement eines Tokioter Theaters in der Tasche. Auf einer Party trifft sie den J-Rock-Star Hayato, Sänger der Visual Kei-Band Tokyo Desire. Kiara verfällt Hayato, obwohl dieser eigentlich nicht ihr Typ ist: Hayato ist arrogant, sexbesessen, dominant. Kiara dagegen ist zurückhaltend und sexuelle Ausschweifungen sind ihr fremd.

Während Kiara sich noch gegen ihre Gefühle wehrt, schließt Hayato heimlich eine Wette mit seinem Bandmitglied Shouta ab: Hayato soll die unnahbare Kiara nicht nur verführen, sondern sie in den "Palast der Wünsche", ein Etablissement, das die sexuellen Wünsche der Reichen und Schönen Tokios stillt, mitbringen. Dort soll Hayato – vor laufender Kamera - beweisen, wie viel sexuelle Macht er wirklich über die junge Frau hat.

Doch als Hayato ebenfalls Gefühle für Kiara entwickelt, überstürzen sich die Ereignisse …

J-Rockstar-Romance.  

Neuauflage. 

Über die Autorin

Sarah Schwartz (Jahrgang 1978) wuchs in Frankfurt/M. auf, wo sie nach dem Abitur den Magisterstudiengang Germanistik mit den Nebenfächern Psychologie und Kunstgeschichte absolvierte. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums begann sie zu schreiben und arbeitete nebenher vom Kommissionieren bis zum Dozieren....

Weitere Teile der Tokyo Serie

Leseprobe

 

XXL-Leseprobe bei Book2Look

 

Szene 1

„Was ist los?“ Shouta trat frisch geduscht in das geräumige Wohn- und Aufenthaltszimmer, das schon mehr als eine Party gesehen hatte.
Dass mit Hayato etwas nicht stimmte, erfasste er mit einem Blick. Es waren nicht die tiefen Augenringe und das müde Gesicht, die ihn darauf aufmerksam machten. Hayato machte hin und wieder eine Nacht durch. Er feierte gerne. Es war die Tatsache, dass Hayato einen schwarzen Jogginganzug trug, der noch dazu völlig verschwitzt war. Ein Anzeichen höchster Not. Hayato legte viel Wert auf sein Äußeres. Er duschte an manchen Tagen mehrmals.
„Was soll schon sein?“ Hayato...

...zerbröselte eine Zigarette zwischen seinen langen Fingern. Er lümmelte haltungslos auf dem Brokatsofa herum, als habe er das Wort Körperspannung noch nie gehört. Seine langen Haare waren strähnig und ungekämmt.
„Sieh dich doch an.“ Shouta zog sich einen der beiden Sessel heran und ließ sich, eingewickelt in sein Handtuch, darauf plumpsen. Er musterte Hayato misstrauisch.
„Hat es was mit dieser Deutschen zu tun?“
„Freya?“ Hayato kratzte sich am Kopf. „Vermutlich nicht.“
„Heißt sie nicht Kiara?“
Hayato seufzte. „Ich habe mit ihr geschlafen.“
„Glückwunsch.“ Shouta fühlte soliden Neid. Wie hatte Hayato das nur wieder hinbekommen? Wie gerne hätte er selbst diesen perfekten, unverbrauchten Körper unter sich gespürt.
Hayato sah auf. „Es war zu einfach. Ich habe mit Jessi gewettet, dass ich es schaffe, und ich habe es geschafft. Sie warm zu halten und mit zu dieser Party zu nehmen, dürfte nicht allzu schwierig sein. Ich meine ... ich fühle keinen Triumph mehr.“
„Du meinst, es war nicht herausfordernd genug?“ Shouta grinste. Ihm kam ein ziemlich übler Gedanke, aber einer, der seinen Plänen entsprach. Er wollte Kiara beim Sex beobachten, so wie sie es bei ihm getan hatte. Das war nur recht und billig.
Hayato starrte zu der Tasse mit dem kalten Kaffee hinüber. „Das war es wohl nicht.“
Shouta beugte sich zu ihm vor. „Und wie wäre es, wenn du zur Abwechslung mal einen Film drehst? Du kennst meine Sammlung. Wenn du es schaffst, mir einen Film zu bringen, in dem Kiara die Hauptrolle spielt, dann kannst du dir ein paar neue Felgen für deinen Wagen aussuchen.“
Hayato sah auf. „Du bist irre, Shouta. Weißt du, was Felgen für meinen Wagen kosten?“
Shouta lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. „Der Film sollte nicht zu kurz sein. Und er sollte nicht von schlechterer Qualität sein als meine eigenen.“
„Wenn ich es schaffe, Kiara in Jessis Club zu verführen, wird das ohnehin aufgezeichnet. Natürlich könnte ich versuchen, dir davon heimlich eine Kopie für deine Sammlung zu machen, aber ... das ist ein bisschen ...“ Hayato suchte nach dem Wort, „ ... böse.“
Shouta grinste. „Du liebst sie nicht, oder? Von daher kann es dir egal sein. Und sie wird es nie erfahren. Diese Filme sind wie Beutestücke. Ein nettes Andenken an die Jagd.“
Hayato schüttelte leicht den Kopf. „Ich weiß nicht. Jessi passt gut auf die Filme auf. Alles andere wäre ein grober Vertrauensbruch, und dazu ist sie zu sehr Profi. Freiwillig wird sie mir den Film nicht geben. Sie ist ohnehin nur auf diese Wette eingegangen, weil sie völlig betrunken war.“
„Ist es dir zu schwierig? Natürlich müsstest du mir ein paar neue Felgen besorgen, falls du scheiterst.“
Einen Moment zögerte Hayato noch, dann setzte er sich aufrecht hin. Der alte Glanz kehrte in seine Augen zurück. Er strich sich den Zopf hinters Ohr. „Wie lang soll dieser Film sein?“
„Mindestens zwanzig Minuten.“
„Sagen wir dreißig.“
Shouta grinste. Das war der Hayato, den er kannte. „Gut. Und jetzt geh duschen und zieh dir was Ordentliches an. Wir haben nur noch eine halbe Stunde bis zum Pressetermin.“

Szene 2

Kiara strahlte. Sie redete den gesamten Rückweg auf Hayato ein, der kaum etwas sagte. Es störte sie nicht. Das Konzert war großartig gewesen. Eine irre Stimmung. Sie fühlte sich aufgekratzt, hochgepuscht. Immer wieder sang sie Gackts Texte auf der CD mit und ignorierte Hayatos Spott über ihr Unvermögen, die richtigen Töne zu treffen. Er versuchte ihr dabei zu helfen, indem er mitsang. Auch daran störte Kiara sich nicht. Sie war keine Sängerin, sollte Hayato doch lästern und seine Scherze mit ihr treiben.
„Hoffentlich sind wir bald da“, sagte er immer wieder grinsend und kopfschüttelnd.
Es war späte Nacht, als sie endlich wieder in Kazuyas Wohnung ankamen. Kazuya war noch drüben im Club und würde später in Takeos Wohnung übernachten. Kiara war ihm dankbar dafür. Sie fühlte sich erhitzt und schwitzte.
„Eine Dusche wäre gut.“ Sie waren kaum in der Wohnung angekommen, als Hayato sein Hemd auszog. „Kommst du mit?“
„Es ist Zuyas Wohnung. Ich weiß nicht ...“
„Es wird ihn nicht stören.“ Hayato zog ihr das verschwitzte Paillettenoberteil über den Kopf. Der Mond war fast rund, und sie hatten noch kein Licht angemacht. Kiara war auch nicht nach Licht. Sie drängte sich Hayato entgegen und ließ zu, dass er sie auszog. Mit schnellen Handgriffen löste sie ihr aufgestecktes Haar, sah dabei zur Tür. Verschlossen. Das war gut so. Sie hatte Corinna nicht wieder in den Käfig gesperrt. Das Kaninchen blieb aus Gewohnheit auf der Kuscheldecke vor seinem Käfig, aber offene Türen waren eine Versuchung.
In der Duschzelle war es eng, eigentlich zu eng für zwei Personen. Kiara musste immer wieder kichern, wenn Hayato sich den Ellbogen und das Knie an der Wand anschlug und herzhaft fluchte. Sie drängten sich nah aneinander, während warmes Wasser auf sie regnete. Hayato wischte in Kiaras Gesicht herum, um ihr die Schminkreste von der Haut zu putzen.
„Du hast einen Sauberkeitsfimmel, kann das sein?“, fragte sie kichernd.
„Ich will dich nur nicht so verunstaltet sehen.“
„Verunstaltet?“ Kiara packte sein steifes Glied und grinste. „Du nennst mich verunstaltet? Sicher?“
„So wie es aussieht, hast du was gegen mich in der Hand.“ Er beugte sich vor und küsste sie. Kiara ließ ihn los und suchte nach einem besseren Stand. Sie stützte sich mit den Händen an der Wand ab und genoss seine zärtlichen Küsse, die so anders waren als die letzten fordernden.
Eine gefühlte Ewigkeit lang versanken sie in ihren Küssen. Kiara konnte nicht genug davon bekommen. Als Hayato sich von ihr löste, seufzte sie enttäuscht. Er griff nach dem Duschgel und begann sie zu waschen. Kiara schloss die Augen, spürte seine Hände auf ihrer Haut. Als er ihre Oberschenkel berührte, zuckte sie leicht zusammen. Hayato berührte sie völlig schamlos, strich über ihre Schamlippen, als sei das selbstverständlich. Einen Moment lang musste Kiara daran denken, wie viele Frauen er bereits gehabt hatte. Seine Finger waren viel zu selbstsicher, zu erfahren, während ihre eigenen ihr unbeholfen erschienen. Ob er es schaffen würde, treu zu bleiben? Wann würde er sie das erste Mal betrügen?
Unwillig schüttelte sie den Gedanken ab und ließ sich fallen. Sie nutze die Gelegenheit, ihn überall zu berühren, ihn erneut zu erkunden und zu fühlen. Sie wusste, dass dies nur ein Vorspiel war, und sie liebte es.
Hayato stieg als Erster aus der Dusche und griff nach einem Handtuch. Er trocknete sie sorgfältig ab. Kiara nahm sich ein zweites Tuch und fuhr damit über seinen Körper.
„Fühlst du dich jetzt besser?“ Sie grinste.
„Viel besser.“ Er packte ihre Hand und zog sie in den Wohnraum. Folgsam ging sie mit ihm, erregt und berauscht. Noch immer dröhnten ihre Ohren von der Musik, aber das machte nichts. Sie hörte die Lieder in sich, sah wieder den Sänger Gackt auf der Bühne stehen, der für seine Fans alles gab. Mehrere Mädchen waren in Ohnmacht gefallen. Eines direkt neben Kiara.
Hayato beugte sich zu ihrer Stoffhose auf dem Boden und zog daran. Zunächst verstand Kiara nicht, was er tat. Dann sah sie den weichen Ziergürtel in seinen Händen. Er packte sie und drehte sie herum. Seine Hände umklammerten ihre.
„Was hast du vor?“ Sie keuchte, als er den Gürtel fest um ihre Handgelenke zog.
„Sag einfach, wenn es dir nicht gefällt. Aber ich denke, es gefällt dir. Du gefällst dir in deiner Unschuld.“
„Hayato ...“ Einen Augenblick lang hatte sie Angst. Sie kannte ihn kaum. Was wusste sie über ihn? Sie spürte den Stoff, der sich um ihre Haut legte, den Gürtel, der ihre Hände hinter dem Rücken zusammenhielt. Scham und Erregung wallten gleichzeitig in ihr auf. Es war nicht das erste Mal, dass sie sich auf Fesselspiele einließ. Aber es war das erste Mal, dass sie sich auf diese Weise einem Mann auslieferte, den sie kaum eine Woche kannte.
„Sag mir, dass du es nicht magst“, flüsterte Hayato ihr ins Ohr, „und ich binde dich los.“
Sie sagte nichts. Hayato drückte sie vor sich auf die Knie und hockte sich hinter sie. Seine Hände umschlossen ihre Brüste. Sie fühlte seinen Atem, der ihren Hals streifte.
„In deinen Träumen möchtest du, dass ich alles mit dir tue, was ich will. Du möchtest mir ganz gehören.“
Wieder überraschte sie seine Selbstüberschätzung. In ihren Träumen tat er all das, was sie wollte. Und diese Art von Spiel gehörte nicht dazu. Dennoch wäre es unsinnig, ihre Lust zu verleugnen. Ihr Körper zitterte unter seinen Händen. Hayato brachte sie auf seine Weise dazu, seine Worte wahr werden zu lassen. Fast glaubte sie selbst an das, was er sagte. Ihre Geilheit schien es zu bestätigen, schien ihm jedes Recht der Welt zu geben. Sie atmete heftig ein, als er schmerzhaft fest zugriff.
Sie sah kurz zu ihrer Handtasche hinüber, die neben ihren Kleidern am Boden auf den Tatami-Matten lag. Er würde doch hoffentlich daran denken?
Hayato fing ihren Blick auf. Er griff in ihre Haare und zog ihren Kopf nach hinten. Sein Mund war wieder an ihrem Ohr. „Darum brauchst du dich nicht zu kümmern. Das mache ich. Genauso, wie ich mich um alles andere kümmere.“
Er ließ von ihr ab, stand auf und ging zum Tisch hinüber. Der Durchgang zum Wohnraum war weit geöffnet. Er zog sich einen Stuhl heran und setzte sich. Seine Augen suchten ihren Blick. Er sah sie nur an, wie sie vor ihm auf dem Boden kniete. Gefesselt. Erregt. Er ließ sie warten. Kiara fühlte sich hilflos. Sie war hilflos, und gleichzeitig erregte sie die Art und Weise, wie er dort saß. Nur dort saß und auf ihren nackten Körper starrte. Trotzig hielt sie seinem Blick stand.
„Kannst du wirklich behaupten, es mache dir keinen Spaß?“ Hayato lehnte sich grinsend zurück. „Du willst es. So kühl wie du auch immer tust, in dir brennt ein Feuer, und es macht Spaß, das zu sehen. Du willst mich. Wie wäre es, wenn du darum bettelst wie unten am Meer?“
„Niemals“, brachte Kiara hervor. Ihre Stimme zitterte. Ihren Blick wandte sie nicht ab. „Du hast es mindestens ebenso nötig wie ich. Vielleicht solltest du mich anbetteln.“
Hayato spielte mit dem geflochtenen Zopf, der ihm ins Gesicht fiel. „Im Gegensatz zu dir hocke ich nicht gefesselt auf dem Boden.“ Er streckte seine Beine aus. „Ist es bequem?“
Kiara fühlte keine Schmerzen. Die Matten unter ihr gaben genug nach. Sie fühlte nur ihre Lust, urtümlich und gewaltvoll, wie selten zuvor. Sie wandte den Blick ab. Wie schaffte er es, sie immer wieder zu besiegen und gleichzeitig so zu erregen?
Er lachte leise. „Sag es. Sag, dass du mich willst. Und sag ‚bitte’. Dann bekommst du, was du brauchst. Vorher nicht.“
Kiara spürte, wie ihr Gesicht vor Wut und Scham heiß wurde. Sie hatte ihm am Strand gegeben, was er wollte. Jetzt war es an der Zeit, dass auch er seine Lust eingestand.
„Wofür hältst du dich eigentlich?“
„Es ist ein Spiel, Freya. Ein Liebesspiel. Steh zu deiner Lust. Verleugne sie nicht, dann wird sie heftiger werden, als du es dir vorstellen kannst.“
Das war sie jetzt schon. Kiara funkelte ihn zornig an. Was machte er bloß mit ihr?
„Ich will dich. Aber ich werde dich nicht bitten, das zu tun, was du kaum erwarten kannst.“
Die Spannung zwischen ihnen war kaum auszuhalten. Hayato stand auf und kam auf sie zu. Er sah auf sie herab.
„So sicher, dass ich dich will?“
Kiara sah zwischen seine Beine. „Schon mal nach unten gesehen?“
Hayato ging vor ihr auf die Knie. Je näher er ihr kam, desto heißer wurde ihr Körper. „Ich könnte dich bestrafen für deine Frechheit. Vielleicht würde dir auch das Freude bereiten.“
„Du wagst es nicht ...“
„Hm.“ Er ging zu seiner Hose und zog den dünnen schwarzen Ledergürtel heraus. Kiaras Augen weiteten sich. Das würde er nicht tun.
Hayato packte sie von hinten am Hals. Er schob ihren Oberkörper auf ihre Knie, drängte sie mit dem Kopf auf den Boden. „Für mich klingt das ganz danach, als könntest du es nicht erwarten. Wie viele Schläge hättest du denn gerne?“
Kiara wollte sich wieder aufrichten – er drückte sie zurück. Sein Griff war sanft, aber bestimmt. „Du kannst es dir auch ersparen. Sag einfach ‚bitte’. So schlimm ist das doch nicht.“
„Vergiss es.“ Kiara spürte, wie feucht sie inzwischen war. Zwischen ihren Schenkeln war es nass. Sie wünschte sich, er würde endlich in sie eindringen. Ihr Kopf glühte, und das leichte Zittern ihre Glieder verriet sie.
„Du willst mir nicht helfen? Schön. Dann werde ich anfangen zu zählen. Und wenn du meinst, es ist gut, dann sag einfach Stopp. Dann gebe ich dir die Anzahl an Schlägen, die du dir ausgesucht hast. Eins ...“
„Du bist wahnsinnig!“
„Zwei. Das höre ich übrigens nicht das erste Mal.“
Kiara konnte sich gut vorstellen, wie er grinste. „Drei. Du kannst ja gar nicht genug bekommen. Vier ...“
„Stopp!“
„Es geht doch. Sagen wir fünf, weil du so verstockt bist und einfach nicht ‚bitte’ sagen willst.“
Kiara biss die Zähne aufeinander. Ein wildes Gefühl von Wut überkam sie, das sie selbst überraschte. Sie schloss die Augen, als der erste Schlag sie traf. Hayato schlug nicht fest zu. Es reichte, um einen ziehenden Schmerz zu spüren, der rasch nachließ. Kiara hielt den Atem an, um bloß kein Geräusch zu machen. Er ließ sich Zeit. Sie konnte nicht wissen, wann der nächste Schlag kam.
Nach dem zweiten hörte sie wieder seine Stimme. „Möchtest du nicht doch ‚bitte’ sagen? Wenn ich das richtig sehe, bist du so feucht, dass du dich noch vor mir auflösen wirst.“
„Du hattest recht. Das Einzige, was du gut kannst, ist blöde Sprüche machen“, brachte Kiara zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
Er schlug erneut zu. Nachdem sie wusste, wie es sich anfühlte, konnte sie es fast schmerzlos hinnehmen.
„Du scheinst deine sexuelle Erziehung zu genießen.“ Seine Stimme war rau. Der letzte Schlag war etwas fester, so dass Kiara zusammenzuckte. Er ließ den Gürtel fallen. Wieder trat er vor sie. Sein Gesicht war ebenso rot wie ihres. Er war verschwitzt, erregt. Kiara war, als würden sie beide brennen, als hätten sie einander entzündet, und nun versagten sie sich die rettende Abkühlung. Hayato schenkte ihr einen arroganten Blick, was ihren Widerstand nur verstärkte.
„Willst du endlich ‚bitte’ sagen?“
„Nimm dir, was du brauchst“, stieß sie hervor.
„Wie du möchtest.“ In seinem Gesicht blitzte Wut auf, die ihn auf sonderbare Weise schön machte. Wild und entfesselt. Ein Rachegott.

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